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Zeitarbeit unbefristet: was das für dich heißt

12 Min. Lesezeit

Zeitarbeit unbefristet: was das für dich heißt

Zeitarbeit unbefristet bedeutet einen Arbeitsvertrag ohne Enddatum beim Zeitarbeitsunternehmen, während jeder einzelne Einsatz zeitlich begrenzt bleibt. Bei BREKSTAR bist du ab Tag 1 unbefristet angestellt, nicht nur für die Dauer eines bestimmten Einsatzes.

Die Übergabe ist fertig, deine Tasche steht schon im Personalraum. Dann fehlt eine Kollegin, und du wirst gefragt, ob du doch noch bleiben kannst. Du kennst diese Situation, vielleicht auch das Gefühl auf dem Heimweg: Du arbeitest gern in deinem Beruf, aber so möchtest du nicht weitermachen.

Wenn du deshalb über einen Wechsel nachdenkst, klingt ein unbefristeter Vertrag erst einmal beruhigend. Entscheidend ist allerdings, was hinter dem Wort steht: Wer zahlt dein Gehalt, wenn eine Einrichtung dich nicht mehr braucht? Wie weit musst du zum nächsten Dienst fahren? Und wen erreichst du, wenn der vereinbarte Einsatz im Alltag anders aussieht?

Inhaltsverzeichnis

Zeitarbeit unbefristet im direkten Vergleich

Bei unbefristeter Zeitarbeit gehören Arbeitsvertrag und Einsatzplanung zusammen, sind aber nicht dasselbe. Du kannst auf einer Station deinen letzten Dienst haben und trotzdem weiterhin beim selben Unternehmen beschäftigt sein. Die Einrichtung beendet dann den Einsatz, nicht automatisch dein Arbeitsverhältnis.

Das Statistische Bundesamt stellt ausdrücklich fest, dass Beschäftigungsverhältnisse mit Zeitarbeitsunternehmen unbefristet sein können, im Durchschnitt aber deutlich kürzer und instabiler sind als andere Beschäftigungsverhältnisse. Unbefristet ist deshalb eine Vertragsform, kein Versprechen auf einen Arbeitsplatz für immer.

Drei Beschäftigungsformen nebeneinander

Die Tabelle trennt die Fragen, die beim Jobwechsel leicht durcheinandergeraten. Mit Festanstellung in der Einrichtung ist hier eine direkte, unbefristete Beschäftigung gemeint.

Kriterium Unbefristete Zeitarbeit Befristete Zeitarbeit Festanstellung in der Einrichtung
Arbeitsvertrag Ohne Enddatum beim Zeitarbeitsunternehmen Mit Enddatum beim Zeitarbeitsunternehmen Ohne Enddatum bei Klinik oder Einrichtung
Arbeitgeber Der Verleiher Der Verleiher Die Einrichtung selbst
Einsatz Vorübergehend, Wechsel des Entleihers möglich Vorübergehend, zusätzlich ist das Arbeitsverhältnis befristet Auf Dauer in der Einrichtung angelegt, interne Wechsel möglich
Höchstüberlassung Gesetzliche Grenze beim selben Entleiher, mögliche tarifliche Abweichungen Dieselbe gesetzliche Grenze beim selben Entleiher Keine Überlassung, du bist dort angestellt
Equal Pay Gleichstellungsgrundsatz, tarifliche Abweichungen nur in gesetzlichen Grenzen Derselbe Grundsatz während der Überlassung Arbeitsvertrag und gegebenenfalls Tarifregelungen gelten direkt
Vergütung zwischen Einsätzen Arbeitsverhältnis besteht weiter; Vergütung und Umgang mit einsatzfreien Zeiten prüfen Während des bestehenden Vertrags ebenfalls relevant; zusätzlich Vertragsende beachten Kein Wechsel zwischen Verleih-Einsätzen, vereinbarte Vergütung im bestehenden Arbeitsverhältnis
Dienstplan Abstimmung mit dem Verleiher und Arbeit nach dem Einsatzplan der Einrichtung Gleiche Abstimmung, zusätzlich Vertragsende im Blick behalten Dienstplanung durch die Einrichtung

Eine befristete Beschäftigung ist also nicht automatisch an jeden einzelnen Einsatz gekoppelt. Umgekehrt ist eine direkte Festanstellung nicht zwingend ein Versprechen, für immer auf derselben Station zu bleiben. Lies deshalb nicht nur die Überschrift des Angebots, sondern auch Arbeitsort, Tätigkeitsbeschreibung und Versetzungsklauseln.

Welche Zeile für deine Sicherheit zählt

Bei BREKSTAR ist die Festanstellung in Vollzeit oder Teilzeit möglich. Für deinen Vergleich zählt vor allem, ob die vereinbarte Arbeitszeit zu deinem Leben passt und wie der Übergang zwischen Einrichtungen geregelt ist.

Lesetest für dein Angebot: Suche zuerst nach der Vertragsdauer. Prüfe anschließend, was zu Vergütung, Arbeitsort und einsatzfreien Zeiten vereinbart ist.

Wenn du bisher nur direkte Arbeitsverträge kennst, hilft die Einordnung zum Unterschied zwischen befristetem und unbefristetem Vertrag. Markiere beim Lesen alles, was nach einem automatischen Vertragsende klingt. Genau dort entscheidet sich, ob nach dem letzten Einsatzdienst nur ein Einsatz abgeschlossen ist oder auch deine Beschäftigung ausläuft.

So funktioniert das Dreieck aus Vertrag und Einsatz

Nehmen wir eine examinierte Pflegefachkraft, die für sechs Monate in einer Klinik eingesetzt wird. Sie arbeitet im Team mit, nimmt an Übergaben teil und lernt die Dokumentation kennen. Ihr Arbeitsvertrag liegt aber nicht bei dieser Klinik, sondern beim Verleiher.

Du kannst dir das wie einen festen Heimathafen mit wechselnden Liegeplätzen vorstellen. Der Heimathafen bleibt dein Arbeitgeber; wo du gerade arbeitest, ist der Einsatzbetrieb.

Die Grafik ordnet diese Beziehungen:

Eine Infografik erklärt das Dreiecksverhältnis zwischen Leiharbeitnehmer, Verleiher und Entleihbetrieb bei einer unbefristeten Anstellung.

Der letzte Dienst und der Tag danach

Im Beispiel endet der geplante Klinik-Einsatz nach sechs Monaten. Dieses Szenario entspricht der Trennung von Arbeitsvertrag und vorübergehender Überlassung, die die Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitnehmerüberlassung beschreibt; dafür ist grundsätzlich eine entsprechende Erlaubnis erforderlich.

Am letzten Diensttag gibst du Zugangskarte und geliehene Arbeitsmittel nach Absprache zurück. Für einen möglichen Anschluss klärst du mit deinem Arbeitgeber, welche Einrichtung fachlich und räumlich passt. Du bewirbst dich dabei nicht bei jedem Wechsel erneut um dein bestehendes Arbeitsverhältnis.

Die Aufgaben bleiben klar verteilt:

  • Dein Arbeitgeber schließt den Vertrag, zahlt das Gehalt, organisiert die Sozialversicherung und plant Anschluss-Einsätze.
  • Die Einrichtung weist dich im Arbeitsalltag fachlich an, teilt Aufgaben zu und organisiert deine Einarbeitung vor Ort.
  • Du bringst deine vereinbarte Qualifikation ein und meldest frühzeitig, wenn Aufgaben oder Rahmenbedingungen nicht passen.

Gleiche Struktur, unterschiedliche Berufe

Als Pflegefachkraft in der Zeitarbeit fragst du vor dem Start etwa nach Bereich, Dokumentation und Einarbeitung. Als OTA in der Zeitarbeit stehen andere Abläufe und Anforderungen im Vordergrund. Eine erfahrene MFA muss ebenfalls klären, ob die vorgesehenen Aufgaben zu ihrer Qualifikation gehören.

In der Altenpflege-Zeitarbeit kann ein Wechsel wiederum andere Bewohnerstrukturen, Übergaben und Arbeitsorganisation bedeuten. Das Vertragsmodell bleibt gleich, aber ein fachlich passender Anschluss entsteht nicht allein dadurch, dass irgendwo eine Schicht offen ist.

Das Video ergänzt den Überblick zum Arbeitsmodell:

Für Vertrags- und Lohnfragen wendest du dich an deinen Arbeitgeber. Bei Fragen während des Dienstes ist zunächst die zuständige Person vor Ort wichtig; bei grundlegenden Einsatzproblemen kommt dein persönlicher Ansprechpartner hinzu. Mehr zur Rollenverteilung findest du unter Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege.

Kündigungsfristen und Verfahren prüfst du im Arbeitsvertrag einschließlich einbezogener Regelungen vor der Unterschrift. Ein Einsatzende ist keine Kündigung, ein unbefristeter Vertrag schließt eine rechtmäßige Kündigung aber auch nicht aus.

Welche gesetzlichen Grenzen dich schützen

Du hast dich eingearbeitet, kennst das Team und würdest gern bleiben. Trotzdem kann ein Wechsel nötig werden: Ein unbefristeter Arbeitsvertrag erlaubt keinen unbegrenzten Einsatz bei derselben Einrichtung.

Nach § 1 Absatz 1b Arbeitnehmerüberlassungsgesetz darf dieselbe Leiharbeitskraft grundsätzlich höchstens 18 aufeinanderfolgende Monate bei demselben Entleiher eingesetzt werden; frühere Überlassungszeiten werden vollständig angerechnet, wenn dazwischen höchstens drei Monate liegen, wobei tarifliche Regelungen abweichende Höchstdauern ermöglichen können.

Einsatzzeiten müssen nachvollziehbar sein

Eine Unterbrechung setzt die Einsatzhistorie also nicht automatisch zurück. Auch ein anderer Stationsname ist kein verlässlicher Hinweis darauf, dass rechtlich ein neuer Entleiher vorliegt. Dein Arbeitgeber muss die Einsatzzeiten und einschlägigen Regelungen sorgfältig prüfen und dokumentieren.

Für dich heißt das praktisch: Warte mit der Anschlussplanung nicht bis zum letzten Dienstplan. Wenn eine Einrichtung dich länger behalten möchte, muss die zulässige Grundlage dafür geklärt sein. Eine mündliche Zusage auf Station ersetzt diese Prüfung nicht.

Die Grafik zeigt die grundsätzliche zeitliche Begrenzung:

Grafik zur Darstellung der gesetzlichen Schutzgrenzen bei der Arbeitnehmerüberlassung mit vier zeitlichen und rechtlichen Schritten.

Equal Pay ist kein pauschales Gehaltsversprechen

Grundsätzlich muss der Verleiher die wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgelts vergleichbarer Beschäftigter im Einsatzbetrieb gewähren. Tarifliche Abweichungen sind möglich, aber nicht grenzenlos.

Nach § 8 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz sind tarifliche Entgeltabweichungen grundsätzlich während der ersten neun Monate beim selben Entleiher möglich; eine längere Abweichung setzt unter anderem voraus, dass spätestens nach 15 Monaten ein tariflich gleichwertiges Entgelt erreicht wird und nach höchstens sechs Wochen Einarbeitung eine stufenweise Annäherung erfolgt. Auch hierbei werden frühere Einsätze angerechnet, wenn die Unterbrechung höchstens drei Monate beträgt.

Fristen bei Überlassung und Entgelt

Zeitpunkt Was gilt
Pause bis 3 Monate zwischen Einsätzen Frühere Überlassungszeiten werden angerechnet
Einarbeitung bis 6 Wochen Bei einer zulässigen längeren tariflichen Abweichung folgt danach die stufenweise Entgeltannäherung
Bis 9 Monate beim selben Entleiher Tarifliche Entgeltabweichung grundsätzlich möglich
Bis 15 Monate Bei zulässiger längerer Abweichung muss spätestens ein tariflich gleichwertiges Entgelt erreicht sein
Bis 18 Monate Grundsätzliche Höchstüberlassungsdauer beim selben Entleiher, mögliche Abweichungen beachten

Vergleiche deshalb nicht ausschließlich den Stundenlohn mit deinem bisherigen Klinikgehalt. Zuschläge, Arbeitszeit, Urlaub, Sonderzahlungen und die Vergütung zwischen Einsätzen gehören in dieselbe Rechnung.

Lass dir erklären, welche Regelung auf deinen Einsatz angewendet wird und wie sich daraus dein Entgelt ergibt. Eine nachvollziehbare Abrechnung ist hilfreicher als ein allgemeines Versprechen auf Equal Pay.

Für die Vertragsprüfung bietet der Beitrag zum Arbeitsrecht in der Zeitarbeit weitere Orientierung. Deine konkreten Prüffragen lauten: Wie werden meine Einsatzzeiten je Entleiher geführt? Ab wann gilt für mich welches Entgelt?

So arbeitest du bei BREKSTAR

Der Dienstplan endet, dein nächster Einsatz steht noch nicht fest. Dein Vertrag läuft trotzdem mit BREKSTAR weiter, nicht mit der Einrichtung. Das bedeutet: Ein Einsatzwechsel beendet nicht automatisch dein Beschäftigungsverhältnis. Für deine finanzielle Sicherheit zählen außerdem die Bezahlung zwischen Einsätzen, dein gewählter Radius und eine feste Ansprechperson.

Einkommen und Mobilität im Alltag

BREKSTAR nennt je nach Beruf Stundensätze von bis zu 35 €/h plus Zuschläge und für Pflegefachkräfte im Schnitt 5.000 bis 7.000 € brutto im Monat. Was davon für dich gilt, hängt von deiner Qualifikation, Arbeitszeit und den vereinbarten Einsatzbedingungen ab. Lass dir die konkrete Vergütung und die Bezahlung zwischen Einsätzen erklären, bevor du zusagst.

Zum Angebot gehören ein Firmenwagen mit Tankkarte, ab dem ersten Tag auch privat nutzbar, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine Prämie von bis zu 2.000 €. Außerdem gibt es Unterstützung bei Kinderbetreuungskosten und Fort- und Weiterbildungen während der Anstellung. Kläre die Bedingungen für die Prämie und die private Fahrzeugnutzung direkt, statt sie fest in dein Monatsbudget einzurechnen.

Stell dir nach dem Spätdienst die praktische Frage: Wie weit möchtest du zur nächsten Einrichtung fahren? Bei BREKSTAR legst du deinen Einsatzradius selbst fest. Bundesweite Einsätze gibt es in Kliniken, Senioreneinrichtungen und Wohnheimen. Entscheidend ist, dass der vereinbarte Radius zu deinem Alltag passt.

Dein Radius und eine feste Ansprechperson

Wenn ein Einsatz feststeht, ist das Einsatzmanagement deine feste Ansprechperson für alles, was währenddessen in der Einrichtung passiert. Es ist rund um die Uhr unter 069 6642 6696 erreichbar. Bei Unklarheiten hilft es, die Situation konkret zu schildern: Welche Aufgabe war vereinbart, was wird vor Ort verlangt, und was muss geklärt werden?

Für regionale Informationen findest du die Angebote zur Pflege-Zeitarbeit in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Hinweise zur Intensivpflege-Zeitarbeit und die aktuellen Einsatz- und Stellenmöglichkeiten helfen dir, passende Optionen einzuordnen.

Mehr zum Beschäftigungsmodell erfährst du unter BREKSTAR als Arbeitgeber für deine Zukunft. Vergleiche vor deiner Entscheidung die vereinbarte Vergütung, die Regeln für einsatzfreie Zeiten und den Radius mit deinem tatsächlichen Schichtalltag.

Vorteile und Nachteile für erfahrene Pflegekräfte

Du kannst fachlich sicher sein und trotzdem keine Lust mehr haben, ständig Lücken im Dienstplan aufzufangen. Ein Wechsel in die Zeitarbeit kann dann eine realistische Option sein. Er nimmt dir aber nicht die Anstrengung ab, dich auf andere Menschen und Abläufe einzulassen.

Das betrifft Pflegefachfrau und Pflegefachmann ebenso wie erfahrene Beschäftigte der Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Altenpflege sowie Intensiv- und Anästhesiepflege. Auch für OTA, ATA und MFA mit Berufserfahrung zählt nicht nur die Vertragsüberschrift, sondern die Passung von Aufgabe und Alltag.

Was du gewinnen kannst und was dich fordert

  • Kontinuität beim Arbeitgeber: Bei einem Einsatzwechsel musst du nicht automatisch einen neuen Arbeitgeber suchen.
  • Einblick in andere Einrichtungen: Du kannst unterschiedliche Teams und Arbeitsorganisationen kennenlernen, ohne für jeden Einblick dein Beschäftigungsverhältnis aufzugeben.
  • Mehr Klarheit über deine Grenzen: Der vereinbarte Radius und passende Aufgaben geben deiner Einsatzplanung einen Rahmen.

Die andere Seite ist ebenso konkret: Du suchst Material in anderen Schränken, lernst eine neue Dokumentation und musst wieder herausfinden, wer wofür zuständig ist. Wiederholte Einarbeitung kostet Aufmerksamkeit. Fahrtwege können belasten, und eine bestimmte Wunschstation oder Wunschschicht ist nicht garantiert.

Die Übersicht stellt beide Seiten gegenüber:

Eine Übersicht mit Vor- und Nachteilen flexibler Arbeitseinsätze für erfahrene Fachkräfte im Gesundheitswesen.

Nicht die Beschäftigungsform allein entscheidet

Die Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen weist für Pflegefachkräfte 2025 eine Arbeitslosenquote von 1,1 % aus und wertet sie als Hinweis auf Vollbeschäftigung. Das sagt allerdings nichts darüber aus, ob ein konkreter Arbeitgeber zuverlässig plant und gut führt.

Nach dem Pflegeberufe-Bericht der Bundesagentur für Arbeit arbeiteten 2025 knapp 2 % der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Pflegekräfte in Leiharbeit. Sie ist damit eine begrenzte Beschäftigungsform zur Unterstützung bei Personalbedarf, kein Modell für die Mehrheit.

Wäge die Vor- und Nachteile der Zeitarbeit an deiner eigenen Situation ab: Brauchst du vor allem einen anderen Arbeitsort, verlässlichere Absprachen oder fachliche Abwechslung?

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Was du und deine Einrichtung vor dem Start klärst

Ein guter Start beginnt nicht erst beim Umziehen in der neuen Einrichtung. Er beginnt damit, dass du vorab weißt, welche Aufgaben dich erwarten und welche Vereinbarungen gelten. Lege Arbeitsvertrag, Einsatzinformationen und deine offenen Fragen nebeneinander.

Deine Checkliste vor der Zusage

  1. Vertrag und Vergütung schriftlich prüfen. Achte auf die unbefristete Laufzeit und darauf, wie die Gehaltszahlung zwischen Einsätzen geregelt ist. Verlasse dich bei wichtigen Punkten nicht allein auf ein Telefongespräch.

  2. Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung klären. Lass dir die grundsätzlich erforderliche Erlaubnis des Verleihers nachweisen. Die Vertragsüberschrift allein ersetzt diesen Nachweis nicht.

  3. Radius, Fahrt und Übernachtung festlegen. Prüfe nicht nur die Strecke auf der Karte, sondern auch den Weg nach einem belastenden Dienst. Falls Übernachtungen nötig werden, müssen Organisation und Kosten vorab geklärt sein.

  4. Einarbeitung konkret erfragen. Wer empfängt dich, wer erklärt die Dokumentation, und an wen wendest du dich bei fachlichen oder organisatorischen Fragen? Berufserfahrung ersetzt keine Einweisung in örtliche Abläufe.

  5. Arbeitszeit und Schichtarten verbindlich besprechen. Nach der Bundesagentur für Arbeit zum Tag der Pflege arbeiteten 2024 rund 50 % der Pflegekräfte in Deutschland in Teilzeit, gegenüber rund einem Drittel aller Beschäftigten. Deine vereinbarte Teilzeit gehört in den Vertrag; passende Schichtarten und Verfügbarkeiten sollten ebenfalls klar dokumentiert werden.

  6. Entwicklung und Betreuungskosten konkretisieren. Halte fest, welche Fortbildung oder Unterstützung bei Kinderbetreuungskosten vereinbart wird. Kläre auch, wie beantragt, geplant und abgestimmt wird.

Die Checkliste hilft beim Abgleich vor dem ersten Dienst:

Checkliste für Arbeitnehmer und Einrichtungen zur Vorbereitung auf einen reibungslosen Start in der Zeitarbeit.

Was die Einrichtung vorbereiten sollte

  • Bedarf nach Aufgaben planen: Qualifikation, Erfahrung, Schichtart und Vorlauf benennen, statt nur nach verfügbaren Personen zu fragen.
  • Den Start organisieren: Zuständige Ansprechperson, Zugänge, Übergaben und Einarbeitung vorbereiten.
  • Das eigene Team stabilisieren: Zeitarbeit kann Ausfälle und offene Schichten überbrücken, ersetzt aber keine eigene Personalbindung.

Für deinen fachlichen Abgleich helfen die Informationen zur Krankenpfleger-Zeitarbeit und Kinderkrankenpfleger-Zeitarbeit. Weitere Orientierung zu Vertrag und Berufswechsel findest du im BREKSTAR-Blog.

Ein guter Einsatz beginnt damit, dass beide Seiten dieselbe Vorstellung von Aufgabe, Arbeitszeit und Einarbeitung haben.

Fragen vor der Bewerbung und dein nächster Schritt

Muss ich für Zeitarbeit umziehen?

Nein, ein Umzug ist dafür nicht grundsätzlich nötig. Bei BREKSTAR wählst du deinen Einsatzradius selbst; ob konkrete Einsatzorte zu deinem Wohnort und Alltag passen, klärst du vor der Zusage.

Was tue ich, wenn im Einsatz etwas hakt?

Wende dich an deinen festen persönlichen Ansprechpartner und beschreibe die Abweichung möglichst konkret. Unterscheide dabei zwischen einer organisatorischen Frage vor Ort und einem Problem, das deine vereinbarten Einsatzbedingungen betrifft.

Woran erkenne ich ein seriöses Angebot?

Prüfe die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung und bestehe auf verständlichen schriftlichen Vereinbarungen. Vertrag, Vergütung zwischen Einsätzen, Zuschläge und gegebenenfalls Fahrzeugbedingungen sollten so klar sein, dass du sie ohne zusätzliche mündliche Versprechen beurteilen kannst.

Lohnt sich der Wechsel, wenn ich vor allem auf den Stundenlohn schaue?

Der Stundenlohn allein reicht für eine ehrliche Entscheidung nicht. Vergleiche das gesamte Einkommen einschließlich Sonderzahlungen und Zuschlägen, die Mobilität, die bezahlte Zeit zwischen Einsätzen und den Aufwand, den die Arbeitswege für dich bedeuten.

Wie bewerbe ich mich am schnellsten?

Die Expressbewerbung ist ohne Lebenslauf und Anschreiben möglich. Für das anschließende Gespräch kannst du bereits notieren, welche Arbeitszeit, welchen Radius und welche fachlichen Aufgaben du dir vorstellst.

Du musst für eine erste Bewerbung noch nicht jede Vertragsfrage beantwortet haben. Aber du solltest wissen, was sich gegenüber deinem bisherigen Arbeitsalltag ändern muss. Nicht jeder Wechsel löst jedes Problem, doch klare Vereinbarungen geben dir eine belastbare Grundlage für deine Entscheidung.


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