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Bis zu 7.000 € / Monat in der Pflege. Wie viel ist für dich drin?

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Du arbeitest als examinierte Pflegefachkraft, übernimmst kurzfristig einen Dienst, bleibst länger und findest auf der Abrechnung trotzdem keine verlässliche Anerkennung für die zusätzliche Belastung. Gleichzeitig fragst du dich, was im Krankenhaus eigentlich möglich ist, wenn Gehalt, Stufenaufstieg und Zuschläge transparent geregelt sind. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die TV-Ärzte/VKA Gehaltstabelle 2026. Sie zeigt, wie ein tarifliches Vergütungssystem Verantwortung, Berufserfahrung und Funktion miteinander verbindet.

Für dich als Pflegefachkraft ist diese Tabelle kein direktes Vergleichsgehalt. Sie ist ein Referenzrahmen. Du erkennst daran, wie Grundentgelt, Erfahrungsstufen und tarifliche Anpassungen funktionieren, und kannst Angebote im öffentlichen Gesundheitswesen oder in der Pflegezeitarbeit besser einordnen.

Inhaltsverzeichnis

Warum die TV-Ärzte VKA Gehaltstabelle auch für Pflegekräfte wichtig ist

Nach einem langen Dienst sitzt du vielleicht noch über der Abrechnung und vergleichst dein Grundgehalt mit dem, was andere Berufsgruppen im Krankenhaus verdienen. Nicht, weil du Pflege gegen Medizin ausspielen willst. Du willst wissen, ob deine Verantwortung, deine Erfahrung und deine Bereitschaftsdienste angemessen berücksichtigt werden.

Die TV-Ärzte/VKA Gehaltstabelle liefert dafür eine nachvollziehbare Vergleichslogik. Sie ordnet ärztliche Tätigkeiten in Entgeltgruppen und Stufen ein. Das Grundentgelt steigt mit der beruflichen Entwicklung, statt bei jedem Arbeitgeberwechsel völlig neu verhandelt zu werden. Die tarifliche Grundlage gilt für Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern, wie die Übersicht zu Gehältern in Gesundheits- und Krankenpflege im Vergleich zur Pflege einordnet.

Was du aus der Tabelle ablesen kannst

Für deine eigene berufliche Entscheidung sind vier Punkte besonders relevant:

  • Grundentgelt: Welche monatliche Basis steht unabhängig von einzelnen Diensten im Vertrag?
  • Stufenmodell: Wie wird Erfahrung berücksichtigt, und wann steigt das Einkommen automatisch?
  • Planbarkeit: Kannst du zukünftige Entwicklung nachvollziehen, statt nur auf mündliche Versprechen zu vertrauen?
  • Zusatzvergütung: Werden Nachtarbeit, Bereitschaft und Mehrarbeit getrennt und transparent vergütet?

Meine Einschätzung: Ein Tarifmodell ist nicht automatisch fair, aber es macht Bezahlung prüfbar. Genau diese Prüfbarkeit fehlt vielen Pflegekräften bei individuell verhandelten Angeboten.

Die aktuellen ärztlichen Werte machen sichtbar, welche Größenordnung tariflich möglich ist. Für Assistenzärztinnen und -ärzte beginnt das Monatsgehalt ab Juni 2026 bei 5.722,05 € brutto und steigt bis zur ausgewiesenen Endstufe auf 7.355,29 € brutto. Fachärztinnen und Fachärzte liegen zwischen 7.552,19 € und 9.698,91 € brutto monatlich, wie die veröffentlichte Entgelttabelle des Marburger Bundes ausweist.

Das bedeutet nicht, dass Pflegekräfte dieselben Beträge verlangen oder erhalten. Es zeigt aber, worauf du bei deinem nächsten Gespräch achten solltest: feste Stufen, klare Zuschläge, ein Grundgehalt, das die Belastung nicht vollständig von zusätzlichen Diensten abhängig macht, und ein Arbeitgeber, der seine Zusagen schriftlich festhält.

Aufbau und Laufzeit der Tabelle 2026

Die für 2026 geltende Tabelle gilt vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2026. Gegenüber dem vorherigen Tabellenstand wurde das tarifliche Monatsentgelt linear um 2,0 % erhöht. Die Vereinbarung bildet damit die Vergütung für den kommunalen Bereich innerhalb dieses Gültigkeitszeitraums ab, wie der Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte im kommunalen Bereich ausweist.

Für wen der Tarif gilt

Der TV-Ärzte/VKA richtet sich an Ärztinnen und Ärzte bei kommunalen Krankenhäusern und kommunalen Kliniken, sofern der jeweilige Arbeitgeber dem Verband der kommunalen Arbeitgeberverbände angehört oder den Tarifvertrag anwendet. Universitätskliniken und private Träger können andere Tarifwerke oder eigene Vertragsmodelle nutzen.

Der Aufbau folgt vier ärztlichen Entgeltgruppen:

  1. Ä I für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung
  2. Ä II für Fachärztinnen und Fachärzte
  3. Ä III für Oberärztinnen und Oberärzte
  4. Ä IV für leitende Oberärztinnen und Oberärzte

Jede Gruppe enthält sechs Stufen. Für die Zuordnung zählen vor allem Berufserfahrung und Tätigkeitsdauer. Anerkannte Zeiten aus anderen Kliniken können entscheidend sein. Lass dir deshalb vor der Unterschrift schriftlich bestätigen, welche Vorerfahrung angerechnet wird.

Die Tabelle bildet nur das Grundentgelt ab. Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Wechselschicht, Überstunden und weitere tarifliche Regelungen stehen daneben. Für Pflegekräfte ist das eine wichtige Lektion: Ein Monatsbetrag allein beschreibt nicht die tatsächliche Vergütung. Die Einordnung in tarifliche Entgeltgruppen des öffentlichen Dienstes hilft dir, diese Logik auch auf eigene Stellenangebote zu übertragen.

Entgeltgruppen und Stufen im Überblick

Die vier Gruppen bilden die ärztliche Hierarchie im kommunalen Krankenhaus ab. Dabei steigt das Entgelt nicht nur wegen der Berufsbezeichnung, sondern vor allem wegen Qualifikation, Verantwortung und tariflicher Zuordnung.

Ä I steht für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung. Die aktuelle Tabelle weist in Stufe 1 5.722,05 € brutto monatlich aus. In Stufe 6 werden 7.355,29 € brutto monatlich erreicht. Die Stufen dazwischen bilden den Erfahrungsaufbau innerhalb der Weiterbildung ab.

Ä II gilt für Fachärztinnen und Fachärzte. Der Einstieg liegt bei 7.552,19 € brutto, die höchste ausgewiesene Stufe bei 9.698,91 € brutto monatlich. Die Facharztgruppe zeigt besonders deutlich, wie stark die tarifliche Funktion die Grundvergütung verändert.

Ä III betrifft Oberärztinnen und Oberärzte. Hier beginnt das Monatsentgelt bei 9.459,56 € brutto und reicht bis 10.810,95 € brutto in der höchsten ausgewiesenen Stufe.

Ä IV ist der Gruppe der leitenden Oberärztinnen und Oberärzte zugeordnet. Das Monatsentgelt startet bei 11.127,50 € brutto und erreicht 11.922,95 € brutto in der höchsten ausgewiesenen Stufe. Die Erklärung zu Entgeltgruppen im öffentlichen Dienst zeigt, warum die formale Eingruppierung für die Vergütung entscheidend ist.

Entgeltgruppen TV-Ärzte/VKA 2026, Stufen und Zuordnung

Entgeltgruppe Funktion Stufe 1, Einstieg Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6, Endstufe
Ä I Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung 5.722,05 € nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen 7.355,29 €
Ä II Fachärztinnen und Fachärzte 7.552,19 € 8.185,40 € 8.741,39 € 9.065,74 € 9.382,33 € 9.698,91 €
Ä III Oberärztinnen und Oberärzte 9.459,56 € nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen 10.810,95 €
Ä IV Leitende Oberärztinnen und Oberärzte 11.127,50 € nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen 11.922,95 €

Die Tabelle zeigt die verifizierten Eckwerte. Für konkrete Zwischenstufen solltest du immer die aktuelle Arbeitgeberfassung oder die vollständige Tariftabelle prüfen. Bei Pflegeangeboten gilt dasselbe: Nicht nur die Berufsbezeichnung lesen, sondern Entgeltgruppe, Stufe, Wochenarbeitszeit und Zuschlagsregelung vergleichen.

So berechnest du dein Gehalt Schritt für Schritt

Die Berechnung beginnt nicht beim Netto, sondern beim richtigen Tabellenfeld. Wer direkt auf den Auszahlungsbetrag schaut, übersieht häufig Stufenzuordnung, Arbeitszeit und Zusatzbestandteile.

Schritt 1, die Entgeltgruppe bestimmen

Zuerst ordnest du die Tätigkeit der passenden Gruppe zu. Weiterbildung gehört in Ä I, eine Facharztfunktion in Ä II, eine Oberarztfunktion in Ä III und eine leitende Oberarztfunktion in Ä IV. Die Funktion im Vertrag ist entscheidend, nicht nur die persönliche Qualifikation.

Schritt 2, die Stufe prüfen

Danach wird die Berufserfahrung berücksichtigt. Eine neue Assistenzärztin ohne anerkannte Vorerfahrung startet typischerweise in der ersten Stufe. Frühere Beschäftigungszeiten können die Zuordnung verändern. Fordere eine nachvollziehbare Berechnung an, bevor du unterschreibst.

Schritt 3, das Brutto festhalten

Nutze den ausgewiesenen Monatswert der Tabelle. Die aktuellen Facharztwerte reichen von 7.552,19 € in Stufe 1 bis 9.698,91 € in Stufe 6, wie die Facharztwerte der TV-Ärzte/VKA-Tabelle zeigen. Ein rechnerischer Jahreswert ergibt sich aus dem Monatswert mal zwölf, bevor Zulagen, Steuern und Sozialabgaben berücksichtigt werden.

Schritt 4, persönliche Abzüge und Zuschläge einrechnen

Das Netto hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer und Sozialversicherung ab. Nachtarbeit, Wechselschicht, Bereitschaft und Überstunden kommen als eigene Bestandteile hinzu und sollten nicht stillschweigend im Grundgehalt verschwinden.

Schritt Assistenzärztin Ä I Stufe 2 Facharzt Ä II Stufe 3
Eingruppierung Ärztin in Weiterbildung Facharzt
Stufe Nach anerkannter Berufserfahrung Erfahrungsstufe innerhalb Ä II
Monatsbasis Tabellenwert der zugeordneten Stufe 8.741,39 € brutto
Weitere Prüfung Zulagen, Dienste, Arbeitszeit Zulagen, Dienste, Arbeitszeit
Netto Abhängig von persönlichen Abzügen Abhängig von persönlichen Abzügen

Für Pflegefachkräfte ist dieselbe Reihenfolge sinnvoll: Vertrag prüfen, Grundentgelt isolieren, Zuschläge ergänzen und erst danach das Netto bewerten. Ein Brutto-Netto-Rechner für Pflegekräfte kann bei der persönlichen Einordnung helfen, ersetzt aber nicht die Prüfung des Arbeitsvertrags.

Rechne niemals nur mit dem versprochenen Gesamtbetrag. Lass dir zeigen, welcher Teil garantiertes Grundentgelt ist und welcher Teil nur durch zusätzliche Dienste entsteht.

Entwicklung der ärztlichen Gehälter im Zeitverlauf

Die tarifliche Entwicklung zeigt einen klaren Aufwärtstrend. In einer früheren VKA-Entgelttabelle lag das Assistenzarzt-Grundentgelt bei 5.084,92 €, während die aktuelle Stufe 1 ab Juni 2026 5.722,05 € erreicht. Das entspricht einem Zuwachs von rund 12,5 % gegenüber dieser früheren Vergleichszahl, wie der frühere Tabellenstand des TV-Ärzte/VKA dokumentiert.

Für dich als Pflegefachkraft ist daran nicht nur die konkrete Summe interessant. Entscheidend ist die Mechanik: Tarifparteien verhandeln Erhöhungen, übertragen sie auf die Tabelle und schaffen dadurch eine nachvollziehbare Entwicklung über die Stufen hinweg. Eine lineare Erhöhung wirkt anders als ein einmaliger Sockelbetrag, weil jede Tabellenstufe proportional angepasst wird.

Was der Vergleich für deinen Job bedeutet

Tarifliche Anpassungen gleichen nicht automatisch jede Preissteigerung aus. Sie können je nach Verhandlungsrunde zwischen Ausgleich und tatsächlichem Plus bei der Kaufkraft liegen. Trotzdem geben sie Beschäftigten eine belastbare Grundlage für Gespräche.

Wenn du ein Angebot vergleichst, solltest du nicht nur den aktuellen Betrag ansehen. Prüfe auch, ob dein Grundentgelt automatisch steigt, wie Erfahrung anerkannt wird und ob Zusatzdienste separat bezahlt werden. Der Aufwärtstrend im ärztlichen Tarifbereich ist deshalb auch für Pflegekräfte relevant, weil er zeigt, welchen Wert strukturierte Tarifverhandlungen für die Entwicklung von Einkommen haben.

Zulagen Rufbereitschaft und Überstunden

Das Tabellenentgelt ist nur die Basis. Ärztliche Vergütung kann durch Funktionszulagen, Rufbereitschaft und Überstunden ergänzt werden. Die konkrete Höhe hängt vom Tarifwerk, der Dienstform und dem Arbeitgeber ab. Bei Pflegeangeboten solltest du dieselbe Trennung verlangen.

Drei Zusatzbausteine

Funktionszulagen können für besondere Aufgaben vorgesehen sein, etwa eine Oberarztvertretung oder einen Notarztdienst. Ob eine solche Zulage gezahlt wird, muss aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag hervorgehen.

Rufbereitschaft bedeutet, dass du dich außerhalb des regulären Dienstes für einen möglichen Einsatz bereithältst. Die Vergütung unterscheidet sich davon, ob du tatsächlich im Krankenhaus anwesend sein musst oder von zu Hause aus erreichbar bleibst. Die Regelungen zur Vergütung von Rufbereitschaft sollten vor Vertragsabschluss geprüft werden.

Überstunden werden je nach Regelung durch Freizeitausgleich oder Auszahlung berücksichtigt. Wichtig ist die Dokumentation. Nicht erfasste Mehrarbeit lässt sich später deutlich schwerer durchsetzen.

Bestandteil Auslöser Vergütungsspanne
Funktionszulage Zusätzliche Funktion oder besondere Verantwortung Abhängig von Tarif- oder Vertragsregelung
Rufbereitschaft Erreichbarkeit außerhalb des regulären Dienstes Abhängig von Dienstform und Vereinbarung
Überstunden Arbeitszeit oberhalb der vereinbarten Arbeitszeit Auszahlung oder Freizeitausgleich nach Regelung

Bei Pflegekräften kann Zeitarbeit eine andere Kalkulation bieten. BREKSTAR Medical GmbH nennt für Pflegefachkräfte ein Gehalt von 5.000 bis 7.000 €, außerdem einen Firmenwagen mit Tankkarte, einen unbefristeten Vertrag, 24/7 Erreichbarkeit und einen persönlichen Ansprechpartner. Die Vorteile liegen in einer klaren Betreuung und möglicher Flexibilität. Nachteile können wechselnde Einsatzorte, längere Wege und die Notwendigkeit sein, jeden Einsatz genau mit dem eigenen Alltag abzustimmen.

Regionale und vertragliche Besonderheiten

Der TV-Ärzte/VKA gilt nicht automatisch in jedem Krankenhaus. Entscheidend ist der Träger und die konkrete Tarifbindung. Ein kommunales Haus kann nach TV-Ärzte/VKA vergüten. Eine Universitätsklinik orientiert sich typischerweise am TV-L mit landesspezifischem Tarifrecht für Ärztinnen und Ärzte. Private Häuser verwenden eigene Honorar- oder Haustarife.

Trägertyp Maßgeblicher Tarifvertrag Wochenarbeitszeit Zusatzversorgung
Kommunales Krankenhaus TV-Ärzte/VKA, sofern angewendet Nach Tarifvertrag und regionaler Regelung Kommunale Zusatzversorgung kann vorgesehen sein
Universitätsklinik TV-L mit ärztlicher Tarifregelung Nach landesbezogener Regelung Regelungen des öffentlichen Landesdienstes
Privater Träger Haus-, Unternehmens- oder Individualvertrag Nach Arbeitsvertrag Abhängig vom Arbeitgeber

Warum der Arbeitsort den Vergleich verändert

Auch innerhalb eines Tarifumfelds können Wochenarbeitszeit und Dienstregelungen unterschiedlich ausfallen. In Baden-Württemberg werden beispielsweise 41 Stunden als abweichende Wochenarbeitszeit gegenüber dem genannten Standard von 40 Stunden eingeordnet. Bereitschaftsdienste können sich außerdem regional unterscheiden, etwa in Berlin, Hessen und Bayern.

Für deine Entscheidung zählt deshalb nicht nur der Monatsbetrag. Ein höheres Grundgehalt bei längerer Arbeitszeit kann anders zu bewerten sein als ein niedrigerer Betrag mit besser planbaren Diensten. Zusatzversorgung, etwa eine mögliche Pflichtmitgliedschaft in der VBL oder einer kommunalen Versorgungseinrichtung, gehört ebenfalls in den Gesamtvergleich. Lass dir vor dem Wechsel alle Bestandteile schriftlich auflisten.

Was Pflegekräfte aus der Tabelle mitnehmen können

Ärztliche Tarifgehälter sind für Pflegekräfte ein Referenzrahmen, kein direktes Vergleichsgehalt. Die Pflege hat mit dem TVöD-P beziehungsweise TVöD-SuE eigene Tabellen und Stufen. Die Grundlogik bleibt aber ähnlich: Einstiegsgruppe, Erfahrungsaufstieg, tarifliche Anpassung und zusätzliche Vergütung für besondere Belastungen.

Du kannst diese Logik in deine nächste Gehaltsverhandlung übertragen. Frage konkret nach der Eingruppierung, der anerkannten Berufserfahrung und dem Termin des nächsten Stufenaufstiegs. Lass dir außerdem erklären, wie Bereitschaft, Nachtarbeit, Wechselschicht und Mehrarbeit vergütet werden.

Deine wichtigsten Vergleichspunkte

  • Grundentgelt: Was steht dir unabhängig von Zusatzdiensten zu?
  • Erfahrung: Welche früheren Beschäftigungszeiten werden angerechnet?
  • Belastungszulagen: Werden besondere Dienste nachvollziehbar vergütet?
  • Arbeitszeit: Wie viel Zeit musst du für das ausgewiesene Monatsgehalt tatsächlich leisten?
  • Sicherheit: Ist der Vertrag unbefristet, und wer begleitet dich bei Fragen?

Pflegezeitarbeit ist dabei eine realistische Alternative, wenn du mehr Einfluss auf Einsatz, Dienstplan und Vergütung suchst. Du gewinnst Flexibilität, musst aber wechselnde Einrichtungen, mögliche Fahrzeiten und organisatorischen Aufwand einplanen. Entscheidend ist ein Arbeitgeber, der diese Punkte offen mit dir bespricht, statt nur mit einer hohen Zahl zu werben.

Quick-Reference zur TV-Ärzte VKA Gehaltstabelle

Die vier Gruppen lassen sich schnell einordnen: Ä I steht für Assistenzärzte in Weiterbildung, Ä II für Fachärzte ohne leitende Funktion, Ä III für Fachärzte mit leitender Funktion und Ä IV für leitende Oberärzte. Jede Gruppe umfasst sechs Stufen. Der konkrete Aufstieg hängt von Berufserfahrung und Tätigkeitsdauer ab.

Für die schnelle Rechnung gilt: Tabellenwert mal 12 plus Zulagen, abzüglich Steuern und Sozialabgaben. Die aktuelle Laufzeit reicht bis 31. Dezember 2026, die Tabelle gilt im kommunalen Bereich ab 1. Juni 2026.

Übersichtstabelle der TV-Ärzte VKA Gehaltsgruppen für Assistenz-, Fach- und Chefärzte inklusive einer Erläuterung der Gehaltsbestandteile.

Wichtig bleiben neben dem Grundentgelt Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Schichtzulagen und Überstundenzuschläge. Rufbereitschaft kann je nach Regelung mit 12,5 bis 25 % angesetzt werden, während Überstundenzuschläge ab der 41. Stunde relevant werden können. Prüfe immer die konkrete tarifliche Grundlage.

Häufige Fragen zur TV-Ärzte VKA Gehaltstabelle

Wann steigt die Stufe

Der Aufstieg erfolgt innerhalb der Entgeltgruppe nach den tariflich maßgeblichen Zeiten. Anerkannte Vorerfahrung kann die Zuordnung beeinflussen. Teilzeit verändert grundsätzlich das Monatsentgelt entsprechend dem Beschäftigungsumfang, die Stufenzuordnung bleibt jedoch nicht automatisch unverändert. Prüfe die konkrete tarifliche Regelung und deine Personalakte.

Was bedeutet Teilzeit für das Gehalt

Bei 75 % oder 50 % der tariflichen Arbeitszeit wird das monatliche Tabellenentgelt anteilig berechnet. Die genaue Auszahlung hängt zusätzlich von Zulagen, Diensten und persönlichen Abzügen ab. Das Grundprinzip ist einfach: Erst Vollzeitwert und Stufe bestimmen, danach den Beschäftigungsumfang anwenden.

Was passiert beim Wechsel von Ä I nach Ä II

Mit der Anerkennung als Facharzt wechselst du in die passende Facharztgruppe, sofern die Tätigkeit entsprechend bewertet wird. Ob die bisherige Stufenlaufzeit vollständig übernommen wird, hängt von Tarifregelung und Arbeitgeberpraxis ab. Lass dir die neue Gruppe und Stufe schriftlich bestätigen, bevor du den Änderungsvertrag unterschreibst.

Wie wirken sich Elternzeit und längere Krankheit aus

Elternzeit oder längere Fehlzeiten können den Stufenaufstieg beeinflussen, wenn tarifliche Unterbrechungsregeln greifen. Für Zulagen wie Rufbereitschaft oder Wechselschicht gelten häufig eigene Nachweis- und Antragswege. Frage die Personalabteilung nach Fristen und bewahre Dienstpläne sowie Abrechnungen auf.


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