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Lohnfortzahlung Zeitarbeit: Anspruch, Dauer und Tipps

Du kennst das wahrscheinlich aus dem Pflegealltag. Ein Dienst ist voll, du springst ein, du machst Überstunden, und dann erwischt dich plötzlich eine Krankheit. Genau in so einem Moment zählt nicht nur die Frage, wie schnell du wieder fit wirst, sondern auch ganz praktisch, ob dein Lohn weiterläuft. Bei Lohnfortzahlung Zeitarbeit geht es deshalb nicht um Theorie, sondern um Sicherheit, Planung und darum, dass dein Einkommen nicht von einem plötzlichen Ausfall zerschossen wird.

Gerade als examinierte Pflegefachkraft mit Berufserfahrung willst du Klarheit, keine halben Antworten. Wer zahlt bei Krankheit? Wie lange? Was gilt bei Nichteinsatz, bei Einsatzwechseln oder wenn der Krankenschein genau zwischen zwei Stationen liegt? Und was musst du selbst tun, damit dein Anspruch nicht ins Leere läuft?

Inhaltsverzeichnis

Warum Lohnfortzahlung in der Zeitarbeit wichtig ist

Eine Pflegefachkraft meldet sich morgens krank, noch bevor die Frühschicht startet. Auf dem Dienstplan steht zwar der Einsatz im Kundenbetrieb, trotzdem bleibt sofort die Frage, ob das Einkommen im Monat abgesichert ist oder ob Unsicherheit entsteht. Genau deshalb ist die Lohnfortzahlung Zeitarbeit so wichtig, denn Krankheit darf nicht automatisch zu finanziellen Einbußen oder unnötigem Durcheinander führen.

In der Zeitarbeit ist diese Frage oft sensibler als in der Stammbelegschaft. Du wechselst Einsätze, arbeitest mit wechselnden Teams und hast im Alltag genug mit Patienten, Übergaben und Dokumentation zu tun. Wenn dann noch unklare Aussagen zur Bezahlung im Krankheitsfall dazukommen, belastet das zusätzlich. Rechtlich ist die Lage eindeutig, der Anspruch richtet sich gegen den Verleiher, also die Zeitarbeitsfirma, und nicht gegen den Einsatzbetrieb zvoove.de.

Praxisregel: Wenn du krank bist, zählt zuerst dein Arbeitsverhältnis mit der Zeitarbeitsfirma, nicht der Ablauf auf der Station.

Für dich hat das noch einen zweiten Nutzen. Die Entgeltfortzahlung schützt nicht nur bei Krankheit, sie gibt auch Planbarkeit. Gerade in der Pflege, wo Dienstpläne eng getaktet sind und Ausfälle schnell sichtbar werden, brauchst du einen Rahmen, der auch im Krankheitsfall trägt. BREKSTAR setzt hier auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in der Pflege-Zeitarbeit, was vielen Fachkräften mehr Stabilität im Alltag gibt.

Wer Zeitarbeit im Pflegebereich besser einordnen will, kann sich auch die Vor- und Nachteile ansehen: Zeitarbeit in der Pflege im Überblick. So wird schneller klar, warum die Lohnfortzahlung ein zentrales Kriterium ist, wenn du den nächsten Arbeitgeber auswählst.

Anspruchsvoraussetzungen für Lohnfortzahlung

Ein Krankmeldungstag in der Zeitarbeit wirft oft sofort die gleiche Frage auf, ob der Lohn weiterläuft oder ob erst etwas vorliegen muss. Die Antwort hängt nicht vom Einsatzort ab, sondern von deinem Arbeitsverhältnis mit der Zeitarbeitsfirma und den gesetzlichen Vorgaben zur Entgeltfortzahlung. Wer die Arbeitnehmerüberlassung besser einordnen will, kann sich die Grundlagen hier ansehen: Arbeitnehmerüberlassung verständlich erklärt. Erst wenn diese Struktur klar ist, lassen sich Sonderfälle sauber prüfen.

Was du zuerst prüfen solltest

Der Anspruch entsteht nicht schon deshalb, weil du im Einsatzbetrieb arbeitest. Er setzt voraus, dass dein Arbeitsverhältnis mit dem Verleiher besteht, die gesetzliche Wartezeit von vier Wochen erfüllt ist und eine echte Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Diese Arbeitsunfähigkeit muss so bestehen, dass du deine geschuldete Arbeit nicht erbringen kannst, und sie muss dem Arbeitgeber gemeldet werden. In der Pflege heißt das ganz praktisch, dass du nicht abwartest, bis die Übergabe erledigt ist, sondern dich unverzüglich bei der Zeitarbeitsfirma meldest.

Für viele Pflegekräfte ist genau dieser Punkt ungewohnt. Im Stationsalltag denkt man schnell an Team, Dienstplan und Übergabe, rechtlich zählt aber zuerst das Arbeitsverhältnis mit dem Verleiher. Der Gleichstellungsgrundsatz sorgt nach erfüllter Wartezeit dafür, dass du bei der Entgeltfortzahlung nicht schlechter gestellt wirst als vergleichbare Beschäftigte im Einsatzbetrieb. Das ist vor allem dann wichtig, wenn du aus einer festen Stelle in die Zeitarbeit wechselst und wissen willst, welche Regeln für dich wirklich gelten.

Wichtig ist nicht, wo du gerade arbeitest, sondern bei wem du angestellt bist.

Infografik zu den vier wichtigsten Anspruchsvoraussetzungen für die Lohnfortzahlung bei Krankheit in der deutschen Zeitarbeit.

Auch mehrere Einsatzwechsel ändern an diesem Grundsatz nichts, solange dein Arbeitsverhältnis mit dem Verleiher weiterläuft. Kritisch wird es erst, wenn Meldungen, Fristen oder Bescheinigungen nicht sauber eingehalten werden. Wer solche Abläufe früh versteht, kann typische Sonderfälle besser einschätzen und im Zweifel schneller reagieren, statt erst bei der Abrechnung überrascht zu werden.

Dauer und Berechnung der Lohnfortzahlung

Ein Krankheitsfall trifft in der Zeitarbeit oft mitten in einen laufenden Dienstplan. Dann stellt sich schnell die Frage, wie lange der Lohn weitergezahlt wird und worauf sich die Berechnung stützt. Für die Lohnfortzahlung gilt in Deutschland grundsätzlich, dass der Arbeitgeber bis zu sechs Wochen, also 42 Kalendertage, zahlen muss, wenn das Arbeitsverhältnis bereits mindestens vier Wochen bestanden hat. Danach übernimmt in der Regel die Krankenkasse mit dem Krankengeld.

Wie die Zahlung praktisch gedacht ist

Für die Berechnung zählt nicht ein beliebiger Monat, sondern der durchschnittliche Arbeitsverdienst und die durchschnittliche Arbeitszeit der letzten drei abgerechneten Monate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Gerade in der Pflege ist das relevant, weil Schichtzulagen, Nachtarbeit und wechselnde Dienste die Abrechnung spürbar beeinflussen können. Wer seine letzten Entgeltabrechnungen aufbewahrt, kann spätere Rückfragen meist schneller einordnen.

Ein einfaches Rechenbild macht das greifbarer. Wenn dein Monatsgehalt 2.200 Euro beträgt, sind das in drei Monaten 6.600 Euro. Teilt man diesen Betrag auf 60 Arbeitstage, ergibt sich ein durchschnittlicher Tagesverdienst von 110 Euro. Das ist nur ein Rechenmodell, die tatsächliche Abrechnung richtet sich immer nach deinem konkreten Arbeitsentgelt und deiner Arbeitszeit.

Die gesetzliche Lohnfortzahlung beträgt dabei 100 % des regulären Arbeitsentgelts. Danach zahlt die Krankenkasse ab Woche sieben in der Regel mit rund 70 % des Bruttoentgelts. Genau an diesem Punkt lohnt sich eine saubere Übersicht über die eigene Abrechnung, damit keine Lücke entsteht, die erst später auffällt.

Infografik zur Dauer und Berechnung der Lohnfortzahlung sowie dem Übergang zum Krankengeld für Arbeitnehmer in Deutschland.

Wer den Gehaltsrahmen in der Pflege besser einordnen möchte, findet unter Zeitarbeit und Gehalt in der Pflege eine passende Orientierung. Dort wird deutlich, warum transparente Zuschläge und eine korrekte Abrechnung zusammengehören. Das Krankengeld später schließt die finanzielle Lücke nur teilweise, deshalb ist es sinnvoll, den Übergang rechtzeitig mit zu bedenken.

Rolle von Verleiher und Einsatzbetrieb bei der Lohnfortzahlung

In der Zeitarbeit kommen im Alltag zwei Stellen zusammen, die leicht verwechselt werden. Der Verleiher ist dein Arbeitgeber, der Einsatzbetrieb steuert den Einsatz vor Ort und den Ablauf auf der Station. Für die Lohnfortzahlung ist diese Trennung wichtig, weil die Zahlungspflicht beim Verleiher liegt und nicht beim Kundenbetrieb.

Wer was trägt

Der Verleiher schließt den Arbeitsvertrag mit dir, zahlt dein Gehalt und übernimmt bei Krankheit die Entgeltfortzahlung. Auch die Meldungen an Krankenkasse und Sozialversicherung laufen über ihn. Der Einsatzbetrieb gibt dir im Dienst die Anweisungen, stellt Arbeitsplatz und Material bereit und informiert den Verleiher über deine Arbeitsunfähigkeit starke-jobs.com.

Besonders deutlich wird das, wenn gerade kein Einsatz ansteht. Bleibt dein Arbeitsverhältnis bestehen und bist du arbeitsbereit, kann die Zeitarbeitsfirma die Zahlung nicht einfach einstellen, nur weil der Kunde im Moment keinen Auftrag hat starke-jobs.com. Für Pflegekräfte ist das gut mit der Stationsrealität zu vergleichen, der Dienstplan wechselt, aber der Arbeitsvertrag bleibt der feste Rahmen.

Verantwortung Verleiher Einsatzbetrieb
Arbeitgeberrolle Ja Nein
Lohnzahlung Ja Nein
Lohnfortzahlung bei Krankheit Ja Nein
Weisungsrecht im Alltag Nein Ja
Meldung der Krankheit weiterleiten Nein Ja

Merksatz: Der Einsatzbetrieb organisiert den Dienst, der Verleiher bezahlt dich.

Eine Infografik erklärt die Rollenverteilung von Verleiher und Einsatzbetrieb bei der Lohnfortzahlung in der Zeitarbeit.

Wer faire Vergütung und klare Zuständigkeiten im Blick behalten will, findet eine passende Einordnung unter Equal Pay in der Arbeitnehmerüberlassung. Die Trennung zwischen Einsatz und Arbeitsverhältnis zeigt auch, warum Zeitarbeit in der Pflege sauber organisiert sein muss, gerade wenn es um Abrechnung, Meldungen und die richtige Ansprechperson bei Krankheit geht.

Typische Sonderfälle bei der Lohnfortzahlung

Gerade im Pflegebereich entstehen die schwierigen Fragen selten im Normalfall, sondern in Übergängen. Ein Krankheitsfall direkt nach einem Einsatzwechsel, ein befristeter Einsatz oder eine verspätete Krankmeldung können die Lage schnell unübersichtlich wirken lassen. Die Grundregel bleibt trotzdem gleich, der Anspruch hängt am bestehenden Arbeitsverhältnis und an einer korrekten Meldung.

Die häufigsten Sonderfälle im Alltag

Bei befristeten Einsätzen bleibt die Lohnfortzahlung bestehen, solange dein Arbeitsverhältnis während der Krankheit weiterläuft und die Wartezeit erfüllt ist. Wenn du direkt nach einem Einsatzwechsel krank wirst, zählt vor allem, dass der Wechsel ohne Lücke erfolgt ist und dein Vertrag beim aktuellen Verleiher bereits begonnen hat. Für Pflegekräfte mit häufig wechselnden Stationen ist das besonders relevant, weil die Abläufe oft eng getaktet sind und ein einzelner Übergang sofort Fragen auslösen kann.

Bei Kurzzeiterkrankungen kann der Arbeitgeber schon am ersten Tag ein Attest verlangen, auch wenn das nicht in jedem Fall automatisch vorgeschrieben ist. Das ist meist eine Frage der internen Organisation und nicht zwingend ein Zeichen von Misstrauen. Entscheidend bleibt, dass du die Meldung nicht aufschiebst, denn bei Meldepflichtverletzungen kann der Anspruch auf Lohnfortzahlung entfallen. Mehr zur Einordnung solcher Praxisfälle findest du auch bei zvoove.de.

Wenn du krank bist, melde dich sofort, auch dann, wenn du glaubst, der Einsatzbetrieb wisse es schon.

Infografik zu den Sonderfällen der Lohnfortzahlung bei Krankheit in der deutschen Zeitarbeitsbranche.

In der Pflege reicht schon eine kurze Verzögerung in der Kommunikation, damit unnötige Rückfragen entstehen. Darum gilt, lieber einmal zu viel sauber melden als später Belege zusammensuchen zu müssen. Eine gut organisierte Zeitarbeit zeigt sich genau an diesem Punkt, an klaren Zuständigkeiten, vollständigen Nachweisen und einer Meldung, die ohne Umwege bei der richtigen Stelle ankommt.

Praktische Checklisten und Musterschreiben

Wenn du krank wirst, brauchst du keinen langen Vortrag, sondern eine klare Reihenfolge. Erst melden, dann Bescheinigung sichern, dann die Abrechnung im Blick behalten. In der Pflege-Zeitarbeit ist das besonders wichtig, weil der Personaldienstleister gesetzlich zur vollen Fortzahlung verpflichtet ist und du auch bei Krankheit, Urlaub oder Feiertagen dein vertraglich vereinbartes Gehalt erhalten sollst brekstar.de.

Deine Checkliste für den Krankheitsfall

  • Sofort anrufen oder digital melden: Informiere den Verleiher direkt zu Schichtbeginn oder sobald absehbar ist, dass du nicht arbeiten kannst.
  • Einsatzbetrieb informieren: Gib auch der Station oder dem Einsatzleiter Bescheid, damit niemand mit deinem Erscheinen rechnet.
  • Attest fristgerecht einreichen: Halte die Bescheinigung so bereit, wie es dein Vertrag oder die interne Regel vorsieht.
  • Nachweise sichern: Hebe Bestätigungen, E-Mails und App-Meldungen auf.
  • Abrechnung prüfen: Kontrolliere, ob die Entgeltfortzahlung richtig ausgewiesen ist.

Ein einfaches Musterschreiben für die Krankmeldung

Betreff: Arbeitsunfähigkeit ab heute

Hallo [Name],
ich bin ab heute arbeitsunfähig und kann meinen Einsatz nicht antreten. Ich habe den Einsatzbetrieb bereits informiert und reiche die ärztliche Bescheinigung fristgerecht nach.

Viele Grüße
[Dein Name]

Wenn du digital arbeitest, ist die Einreichung per App oft der sauberste Weg. BREKSTAR arbeitet mit digitalen Verträgen und Nachweisen per App, was die Ablage deutlich erleichtert. Für dich heißt das, dass du weniger Papierwege hast und die Kommunikation schneller dokumentiert ist.

Tipp aus der Praxis: Sende Meldung und Attest so, dass du sie später belegen kannst. Das spart Diskussionen, wenn die Abrechnung geprüft wird.

Wenn du wissen willst, wie übertarifliche Modelle im Pflegebereich eingeordnet werden, hilft dir dieser Überblick: übertarifliche Bezahlung verstehen. Gerade bei der Prüfung deiner Abrechnung lohnt sich dieser Blick, weil Vergütung und Fortzahlung zusammen gedacht werden sollten.

Tipps für Pflegekräfte und Einsatzleiter

Krankheit ist im Pflegealltag nie angenehm, aber gute Kommunikation macht den Unterschied. Pflegekräfte sollten nicht darauf warten, dass sich jemand aus dem Büro schon melden wird, sondern direkt die eigene Arbeitsunfähigkeit anzeigen. Einsatzleiter wiederum sollten sofort an den Verleiher zurückspielen, dass jemand nicht zum Dienst erscheint, damit Zuständigkeiten sauber bleiben.

Für dich als Pflegefachkraft zählt vor allem, dass du deine Ansprüche kennst und deine Unterlagen geordnet hältst. Das ist kein Misstrauen, sondern Selbstschutz. Wenn du zu einem Arbeitgeber wechseln willst, achte neben der Rechtslage auch auf die Rahmenbedingungen, zum Beispiel auf ein durchschnittliches Monatsgehalt von 5.000 bis 7.000 Euro brutto inklusive aller Zulagen in der Pflege-Zeitarbeit brekstar.de.

BREKSTAR bietet in diesem Zusammenhang mehrere Punkte, die für viele Fachkräfte relevant sind, nämlich Firmenwagen mit Tankkarte, unbefristeter Vertrag, 24/7 Erreichbarkeit und einen persönlichen Ansprechpartner. Das sind keine Spielereien, sondern genau die Dinge, die im Alltag mit wechselnden Diensten und Krankheitsfällen den Unterschied machen. Wenn du also nicht nur eine saubere Lohnfortzahlung, sondern auch einen verlässlichen Rahmen suchst, lohnt sich ein Blick auf passende Stellen hier: aktuelle Jobs bei BREKSTAR oder auf die beruflichen Profile unter Berufe bei BREKSTAR.

Zum Schluss zählt ein einfacher Gedanke, Lohnfortzahlung Zeitarbeit ist kein Extra, sondern dein gesetzlicher Schutz. Wer die Regeln kennt, meldet schneller, prüft Abrechnungen besser und trifft bessere Arbeitgeberentscheidungen. Wenn du das für deinen nächsten Schritt nutzen willst, bewirb dich jetzt direkt und sichere dir einen Platz, in dem deine Arbeit und dein Ausfall fair behandelt werden.


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