Datenschutz Patientendaten: Sicher in der Pflege 2026

Du kennst diese Schicht. Zu wenig Leute, zu viele Aufgaben, ständig klingelt irgendwo ein Telefon, und nebenbei sollst du noch sauber dokumentieren, Auskünfte korrekt geben und aufpassen, dass keine sensiblen Informationen offen herumliegen. Genau in solchen Momenten passieren Datenschutzfehler. Nicht aus bösem Willen, sondern weil der Alltag dich auffrisst.

Und genau deshalb ist Datenschutz bei Patientendaten kein Bürokratie-Thema für die Verwaltung. Es ist dein Thema. Es schützt deine Patienten. Es schützt dich. Und es zeigt, wie professionell du arbeitest. Wer im Stress sauber mit Daten umgeht, arbeitet nicht kleinlich, sondern sicher.

Dazu kommt etwas, worüber viele zu selten offen sprechen: Wenn du als examinierte Pflegefachkraft ohnehin mit Überstunden, schlechter Bezahlung und mangelnder Wertschätzung kämpfst, dann solltest du nicht auch noch in chaotischen Strukturen arbeiten, die dich bei so einem heiklen Thema alleinlassen. Es gibt längst Arbeitsmodelle, die professioneller organisiert sind.

Inhaltsverzeichnis

Mehr als nur ein Job und was Datenschutz damit zu tun hat

Wieder eine Schicht, in der du gleichzeitig pflegen, dokumentieren, koordinieren und nebenbei noch Angehörige beruhigen sollst. Dann liegt irgendwo ein Ausdruck offen am Stützpunkt, jemand ruft quer durch den Flur einen Patientennamen, und das Diensthandy ist nicht gesperrt. So sieht der Alltag oft aus. Nicht sauber organisiert, sondern improvisiert.

Eine erschöpfte Krankenschwester sitzt deprimiert auf dem Boden eines dunklen Krankenhausflurs und hält sich den Kopf.

Das Problem ist nicht nur der Stress. Das Problem ist, dass du am Ende oft diejenige bist, die den Fehler auffängt. Wenn Datenschutz im Haus nur auf dem Papier existiert, stehst du im Alltag trotzdem direkt an der Front. Deshalb lohnt es sich, bei Datenschutz Patientendaten nicht wegzuschauen.

Datenschutz ist ein Teil deiner Professionalität

Wer sensibel mit Patientendaten umgeht, arbeitet nicht „extra vorsichtig“, sondern fachlich sauber. Das fällt auf. Gerade erfahrene Pflegekräfte, die in kritischen Situationen ruhig bleiben, klar dokumentieren und Informationen nur gezielt weitergeben, sind für gute Arbeitgeber wertvoll.

Datenschutz ist kein Zusatz. Er gehört zur professionellen Pflege wie eine saubere Übergabe und eine nachvollziehbare Dokumentation.

Und ja, das hat auch mit deiner beruflichen Zukunft zu tun. Du hast als examinierte Pflegefachkraft oft mit Überstunden, schlechter Bezahlung und mangelnder Wertschätzung zu kämpfen. Genau hier setzt die Zeitarbeit als realistische Option an. Modelle wie bei BREKSTAR bieten nicht nur Gehälter zwischen 5.000 und 7.000 € sowie unbefristete Verträge und einen Firmenwagen, wie in diesem Beitrag zu Patientendaten Schutz in Kliniken und Praxen beschrieben wird.

Bessere Bedingungen bedeuten oft auch sauberere Prozesse

Wenn ein Arbeitgeber klare Zuständigkeiten, funktionierende digitale Abläufe und verlässliche Ansprechpartner hat, sinkt dein Risiko im Alltag. Du musst dann nicht raten, ob du Daten weitergeben darfst oder wie du mit einem mobilen Endgerät umgehen sollst. Du bekommst Vorgaben, die in der Praxis funktionieren.

Das ist ein echter Unterschied zwischen chaotischem Personalmangel und professionell organisierter Arbeit:

Alltag ohne klare Struktur Alltag mit klaren Datenschutzprozessen
offene Fragen bei Auskünften klare Regeln für Auskünfte und Dokumentation
unsichere Geräte-Nutzung definierte Zugriffe und sichere Systeme
Verantwortung wird nach unten gedrückt Zuständigkeiten sind benannt
Fehler passieren unter Druck Abläufe reduzieren Risiko

Wenn du mehr Kontrolle über deine Arbeit willst, dann schau nicht nur aufs Gehalt. Schau darauf, ob der Arbeitgeber Datenschutz ernst nimmt. Daran erkennst du oft schneller als an jedem Bewerbungsgespräch, wie professionell dort wirklich gearbeitet wird.

DSGVO und BDSG die Grundlagen für deine Sicherheit

Die meisten verdrehen bei DSGVO, BDSG und Artikel 9 innerlich die Augen. Verständlich. Im Alltag brauchst du keine juristische Vorlesung. Du brauchst eine klare Linie, an der du dich orientieren kannst.

Grafische Darstellung der rechtlichen Grundlagen wie DSGVO und BDSG für den Datenschutz im Gesundheitswesen.

Warum Gesundheitsdaten besonders heikel sind

Seit dem 25. Mai 2018 ist die DSGVO das zentrale Regelwerk. Besonders Artikel 9 ist für dich relevant: Er verbietet grundsätzlich die Verarbeitung von Gesundheitsdaten, schafft aber Ausnahmen, die in der Praxis fast immer eine informierte Einwilligung des Patienten erfordern. Die sichere Anonymisierung von Daten ist dabei der Goldstandard aus Patientensicht, wie die Orientierungshilfe zum Gesundheitsdatenschutz klar macht.

Für dich heißt das im Alltag vor allem eins: Gesundheitsdaten sind keine normalen Informationen. Diagnose, Medikation, psychische Belastungen, Laborwerte, Angehörigenkontakte, alles davon ist sensibel. Mit solchen Daten arbeitest du nicht nebenbei. Du arbeitest bewusst damit.

Wann Einwilligung nötig ist und wann nicht

Viele Pflegekräfte denken, man brauche für jede Datenverarbeitung eine Einwilligung. Das stimmt so nicht. Für die eigentliche Behandlung läuft vieles über den Behandlungsrahmen. Kritisch wird es bei allem, was darüber hinausgeht, etwa bei zusätzlichen Services oder bei Weitergaben, die nicht für die unmittelbare Versorgung nötig sind.

Praktisch kannst du dir drei Fragen stellen:

  1. Brauche ich diese Information für meine aktuelle Aufgabe?
    Wenn nein, Finger weg.

  2. Ist die Weitergabe für Behandlung oder Organisation wirklich erforderlich?
    Wenn nein, stopp und nachfragen.

  3. Ist klar geregelt, auf welcher Grundlage das passiert?
    Wenn nein, nicht improvisieren.

Praktische Regel: Wenn du dir beim Umgang mit einer Information erst eine Begründung basteln musst, ist das meist schon ein Warnsignal.

Wenn du dich tiefer mit der ethischen Seite von Verantwortung im Pflegeberuf beschäftigen willst, lohnt sich auch ein Blick auf den ICN Ethikkodex für die Pflege. Der Text ist kein Datenschutzgesetz, aber er schärft genau das berufliche Verständnis, das dir in Grauzonen hilft.

Für digitale Tools und Assistenzsysteme gilt derselbe Grundsatz. Nicht jedes bequeme Tool ist automatisch sauber. Wenn du mit digitalen Helfern arbeitest oder arbeiten willst, ist ein verständlicher Überblick wie Datenschutz für CE-Copilot Nutzer nützlich, weil dort nachvollziehbar erklärt wird, welche Fragen du bei digitalen Anwendungen immer stellen solltest.

Deine Verantwortung im Pflegealltag

Datenschutzfehler entstehen selten in grossen Grundsatzdiskussionen. Sie entstehen bei der Übergabe, am Telefon, im Aufzug, im Flur, beim schnellen Blick in eine Akte, die mit deiner Aufgabe gerade nichts zu tun hat. Genau da entscheidet sich, ob du sicher arbeitest.

Wo dein Verantwortungsbereich beginnt

Patientendaten unterliegen nicht nur der DSGVO, sondern auch der ärztlichen Schweigepflicht. Eine wichtige Regel ist das Need-to-Know-Prinzip. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist für Patientenakten beträgt in der Regel zehn Jahre nach Behandlungsabschluss, wie dieser Beitrag zur ärztlichen Schweigepflicht und zum Datenschutz zusammenfasst.

Für dich bedeutet Need-to-Know: Du darfst auf die Daten zugreifen, die du für deinen konkreten Auftrag brauchst. Nicht mehr. Neugier ist kein Arbeitsauftrag. Auch langjährige Erfahrung gibt dir kein Freifahrtticket auf alles.

Ein Beispiel: Du springst auf einer anderen Station ein. Dann brauchst du die Informationen zu den Patienten, die du betreust. Nicht die komplette Historie anderer Zimmer. Nicht den spannenden Fall, über den im Team geredet wird.

Typische Stolperfallen auf Station

Diese Situationen sind besonders heikel:

  • Schichtübergabe: Sprich so, dass Unbeteiligte nicht mithören. Eine gute Orientierung für strukturierte Übergaben findest du in diesem Beitrag zur Dienstübergabe in der Pflege.
  • Anrufe von Angehörigen: Nett sein reicht nicht. Erst klären, ob und was du überhaupt sagen darfst.
  • Offene Dokumentation: Bildschirm sperren, Papier nicht liegenlassen, keine Patientendaten auf Notizzetteln sammeln.
  • Gespräche im Flur: Sobald andere mithören können, ist es der falsche Ort.

Angehörige haben nicht automatisch ein Recht auf jede Information. Auch wenn sie laut, besorgt oder sehr überzeugend auftreten.

Wenn du wissen willst, wie Datenschutzrichtlinien für Nutzer verständlich aufbereitet sein können, schau dir ruhig einmal an, wie TIXPI Daten schützt. Nicht wegen des Produkts, sondern weil klar formulierte Regeln zeigen, wie nachvollziehbar Datenschutz sein kann, wenn man ihn ernst nimmt.

Deine Verantwortung ist also klar, aber sie hat Grenzen. Du musst nicht die komplette Rechtsabteilung ersetzen. Du musst sauber handeln, Rückfragen stellen und unsichere Situationen nicht mit Halbwissen lösen.

Was technische Maßnahmen für dich bedeuten

Sobald jemand „Verschlüsselung“ oder „2FA“ sagt, schalten viele innerlich ab. Dabei betrifft dich das direkt. Du musst die Technik nicht bauen. Aber du musst erkennen, ob die Werkzeuge, mit denen du arbeitest, sicher genug sind.

Eine Infografik über fünf technische Schutzmaßnahmen für den Datenschutz bei Patientendaten, inklusive Verschlüsselung und Zugriffskontrollen.

Verschlüsselung und 2FA ohne IT-Sprech

Eine zwingende Mindestanforderung in Deutschland ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die Daten bei der Übertragung und Speicherung unlesbar macht. Zusätzlich ist eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für jeden Systemzugriff vorgeschrieben, um die Identität des Nutzers sicherzustellen. Fehlende Maßnahmen führen direkt zu einer Meldepflicht bei Datenschutzvorfällen.

Einfach gesagt:

  • Verschlüsselung ist wie ein versiegeltes Medikamentenröhrchen. Wer nicht berechtigt ist, kann den Inhalt nicht lesen.
  • 2FA ist wie Schlüssel plus Mitarbeiterausweis. Ein Passwort allein reicht nicht.
  • Pseudonymisierung ist wie eine Fallnummer statt eines Namens. Man arbeitet mit Daten, ohne sofort die Person offenzulegen.

Wenn du in einer Einrichtung arbeitest, die technisch halbherzig aufgestellt ist, merkst du das schnell. Gemeinsame Logins, entsperrte Geräte, unklare Nutzerrechte, private Messenger, fehlende Sperrbildschirme. Das sind keine Kleinigkeiten. Das sind Warnzeichen.

Was du im Alltag sofort prüfen solltest

Schau nicht nur darauf, ob „digital“ gearbeitet wird. Schau darauf, wie digital gearbeitet wird. Eine gute Dokumentationskultur ist immer auch eine Datenschutzkultur. Was dabei praktisch wichtig ist, zeigt auch dieser Beitrag zur Dokumentation der Pflege.

Diese Prüfpunkte helfen dir sofort:

  • Dein Zugang ist persönlich: Nutze nie fremde Logins und gib deine Daten nie weiter.
  • Das Gerät schützt sich selbst: Bildschirm sperrt sich, wenn du weggehst. Sonst ist das System schlecht aufgesetzt.
  • Daten wandern nicht wild herum: Patientendaten gehören nicht in private Chats oder auf private Geräte.
  • Zugriffe sind nachvollziehbar: Wenn niemand sagen kann, wer was wann gesehen hat, fehlt Kontrolle.

Gute IT entlastet dich. Schlechte IT macht aus jedem hektischen Dienst ein Datenschutzrisiko.

Wenn du ein Gefühl dafür bekommen willst, wie Sicherheitsstandards grundsätzlich aufgebaut werden, ist der Überblick zu DIN EN ISO 27001 für KMU hilfreich. Nicht, weil du Zertifizierungen managen musst, sondern weil du daran erkennst, woran professionell organisierte Systeme sich orientieren.

Datenschutz in der Zeitarbeit der unfaire Vorteil

Du kommst in den Frühdienst, das Team ist knapp besetzt, die Übergabe läuft im Laufschritt. Dann heißt es: „Nimm erst mal den Zugang von Station, wir klären das später.“ Genau an solchen Stellen zeigt sich, ob Zeitarbeit sauber organisiert ist oder ob Datenschutz zur Improvisation verkommt.

Für Pflegekräfte in der Zeitarbeit ist das Thema heikler als in vielen Ratgebern dargestellt. Auf dem Papier gelten dieselben Regeln wie für festangestellte Kolleginnen und Kollegen. Im Alltag wechseln aber Einsatzorte, Systeme, Ansprechpartner und Abläufe. Dadurch entstehen Lücken, für die sich vor Ort oft niemand zuständig fühlt.

Warum externe Pflegekräfte besonders oft in Grauzonen geraten

Die eigentliche Gefahr ist nicht deine Rolle als externe Kraft. Die Gefahr ist unklare Organisation. Wer darf dir Zugriffe geben. Wer weist dich ein. Wer entscheidet, welche Dokumentation du nutzt. Und wer trägt die Verantwortung, wenn du zwischen Vorgaben des Einsatzorts und Anweisungen deines Arbeitgebers stehst.

Gerade diese Grauzone wird in der Pflege regelmäßig unterschätzt. Externe Fachkräfte sollen schnell funktionieren, aber saubere Zuständigkeiten fehlen. Dann arbeitest du unter Druck in Systemen, die du nicht kennst, mit Prozessen, die dir niemand erklärt hat. Das ist kein persönlicher Fehler. Das ist ein Organisationsfehler.

Worauf du bei deinem Arbeitgeber achten musst

Dein Vorteil in der Zeitarbeit ist klar. Du kannst vor dem Einsatz prüfen, wie professionell ein Arbeitgeber Datenschutz wirklich organisiert. In vielen Festanstellungen merkst du Missstände erst, wenn du längst mittendrin bist.

Frag vorab konkret nach diesen Punkten:

Frage Warum sie wichtig ist
Wer richtet meine Zugänge ein und bis wann? Ohne klaren Prozess landest du schnell bei provisorischen Lösungen
Wer ist bei Datenschutzfragen erreichbar, auch im laufenden Dienst? Bei Unsicherheit brauchst du sofort eine belastbare Entscheidung
Welche Geräte, Apps und Kommunikationswege sind erlaubt? Sonst rutschst du in private oder nicht freigegebene Kanäle
Wie läuft die Einweisung am Einsatzort ab? Fehler passieren dort, wo Tempo höher ist als Orientierung
Was gilt bei Doku, Übergaben und Rückfragen zwischen Verleiher und Einrichtung? Genau dort entstehen in der Zeitarbeit die typischen Reibungen

Wenn du die arbeitsrechtliche Seite dahinter besser einordnen willst, hilft dir der Überblick zur Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege. Dort wird schnell klar, warum saubere Zuständigkeiten nicht nur organisatorisch angenehm sind, sondern dich im Alltag konkret schützen.

Ein professionell organisierter Personaldienstleister nimmt dir Verantwortung nicht ab. Er schafft aber Strukturen, mit denen du sicher arbeiten kannst. BREKSTAR Medical GmbH beschäftigt Pflegekräfte unbefristet, vermittelt Einsätze in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten und arbeitet digital mit Verträgen und Nachweisen per App.

Mein Rat ist eindeutig: Prüfe Zeitarbeit nicht nur nach Stundenlohn, Dienstplan oder Einsatzort. Prüfe sie nach Datenschutzpraxis. Wenn ein Arbeitgeber Zugänge, Einweisung, Ansprechpartner und freigegebene Tools sauber regelt, arbeitest du oft klarer und sicherer als in mancher festgefahrenen Stammstruktur. Genau das ist der unfair wirkende Vorteil. Nicht weil Zeitarbeit locker mit Regeln umgeht, sondern weil gute Zeitarbeit gezwungen ist, Prozesse sauber aufzusetzen.

Die digitale Zukunft ePA Telemedizin und mobile Geräte

Du kommst in einen neuen Einsatz, das WLAN hakt, das Diensttablet ist gesperrt, und für die ePA kann dir gerade niemand sagen, wer dir den richtigen Zugriff freischaltet. Genau in solchen Momenten kippt Digitalisierung von Hilfe zu Risiko. Nicht wegen dir, sondern weil viele Häuser digitale Prozesse einführen, ohne sie für den echten Pflegealltag sauber aufzusetzen.

Eine Infografik zur digitalen Zukunft der Pflege mit Aspekten wie ePA, Telemedizin, mobilen Geräten, Chancen und Herausforderungen.

ePA, Telemedizin und mobile Endgeräte können dir Arbeit abnehmen. Sie können Informationen schneller verfügbar machen, Rücksprachen verkürzen und Dokumentation vereinfachen. In der Zeitarbeit zeigen sich aber auch die Schwachstellen deutlicher als anderswo. Wer häufig den Einsatzort wechselt, trifft ständig auf andere Logins, andere Geräte, andere Freigaben und andere Regeln. Genau diese Brüche sind die Grauzone, über die kaum jemand spricht.

Warum mobile Pflege beim Datenschutz besonders gefordert ist

Das Problem ist selten fehlende Motivation. Das Problem ist eine Technik, die im Alltag nicht zusammenpasst.

Bei der ePA reicht es nicht, dass ein System grundsätzlich vorhanden ist. Du brauchst einen klaren, sofort nutzbaren Zugriff, ein sicheres Gerät, eine verständliche Einweisung und feste Regeln für Rückfragen. Fehlt einer dieser Punkte, arbeitest du unter Druck mit halben Informationen. Dann steigt die Gefahr, dass Daten offen sichtbar sind, Zugänge mitgenutzt werden oder Informationen über ungeeignete Wege weitergegeben werden.

Telemedizin verschärft das oft noch. Videobesprechungen, Fallabstimmungen und digitale Rückfragen sparen Zeit, aber nur mit geschützten Zugängen und klaren Zuständigkeiten. Wenn Besprechungen zwischen Tür und Angel laufen oder mobile Geräte spontan weitergereicht werden, entsteht kein moderner Workflow, sondern ein Datenschutzproblem.

Ein Blick auf Roboter in der Pflege und den verantwortlichen Einsatz neuer Technik zeigt gut, wie eng digitale Entlastung und klare Regeln zusammenhängen.

So arbeitest du mit digitalen Tools sicherer

Vor dem nächsten Teil lohnt sich ein kurzer Praxisimpuls:

Im digitalen Pflegealltag zählen keine Hochglanzkonzepte, sondern saubere Gewohnheiten. Halte dich an diese Punkte:

  • Nutze nur freigegebene Geräte und Apps: Private Handys oder private Messenger schaffen rechtliche und praktische Probleme.
  • Prüfe den Bildschirm mit Patientenblick: Was du offen stehen lässt, sehen oft mehr Menschen als dir lieb ist.
  • Lass dir ePA- und Telemedizin-Prozesse konkret zeigen: Wer nur sagt „macht man hier so“, hat den Prozess meist selbst nicht sauber verstanden.
  • Arbeite nie mit fremden Logins: Geteilte Zugänge schützen niemanden. Sie machen Verantwortung nur unklar.
  • Melde technische Lücken sofort: Gesperrte Geräte, fehlende Rechte oder unsichere Übergangslösungen sind kein persönliches Versagen, sondern ein Organisationsfehler.

Mein klarer Rat: Verlass dich bei digitaler Pflege nie auf Improvisation. Gerade in der Zeitarbeit brauchst du Einrichtungen und Personaldienstleister, die digitale Abläufe vor dem ersten Dienst geklärt haben. Sonst trägst du das Risiko einer schlechten Struktur auf deinen Schultern. Genau das ist im Klinikalltag unfair, und genau das lässt sich mit professionellen Prozessen verhindern.

Deine Checkliste für den Datenschutz und der nächste Schritt

Spätdienst, Personalmangel, drei Angehörige mit Fragen gleichzeitig. Genau in solchen Momenten passieren Datenschutzfehler. Nicht aus böser Absicht, sondern weil Abläufe unklar sind und niemand dir in zwei Minuten erklärt, wo die Grenze liegt. Gerade in der Zeitarbeit ist das heikel. Du springst in fremde Strukturen, sollst sofort funktionieren und trägst trotzdem die gleiche Verantwortung für Patientendaten.

Deshalb brauchst du keine Theorie für die Schublade, sondern eine kurze Routine für stressige Schichten. Wenn du diese Regeln verlässlich anwendest, schützt du Patienten, entlastest dich selbst und erkennst schnell, ob eine Einrichtung sauber arbeitet oder Probleme nur weiterreicht.

Die kurze Alltagscheckliste

Präg dir diese fünf Punkte ein:

  • Prüfe immer deinen Auftrag: Öffne nur Daten, die du für die aktuelle Versorgung wirklich brauchst.
  • Stoppe bei Angehörigen einen Moment: Gib Auskünfte erst, wenn die Berechtigung klar ist.
  • Nutze nur sichere Wege im Haus: Keine privaten Messenger, keine Notizzettel in der Kitteltasche, keine fremden Geräte.
  • Lass dir unklare Prozesse konkret zeigen: Vor allem bei Einsätzen in neuen Häusern gilt, Nachfragen ist professionell.
  • Dokumentiere so, dass es auch morgen noch trägt: Klar, knapp, nachvollziehbar und ohne unnötige Details.

Ein einfacher Praxistest hilft sofort: Würdest du deinen Schritt auch dann noch vertreten, wenn die Datenschutzbeauftragte, die Stationsleitung und der Patient danebenstehen? Wenn nicht, lass es.

Warum Datenschutzkompetenz deinen Marktwert erhöht

Pflegekräfte mit sauberem Umgang mit Patientendaten sind leichter einsetzbar, verlässlicher in kritischen Situationen und für Einrichtungen schlicht angenehmer im Alltag. Das gilt doppelt in der Zeitarbeit. Dort zeigt sich schnell, ob jemand nur fachlich stark ist oder auch unter wechselnden Bedingungen professionell bleibt.

Und ja, daraus darfst du etwas ableiten. Wer Verantwortung für sensible Daten übernimmt, braucht klare Einarbeitung, feste Ansprechpartner und Strukturen, die nicht auf Zuruf funktionieren. Alles andere ist ein Risiko, das im Zweifel bei dir hängenbleibt.

Bei BREKSTAR bekommst du als Pflegefachkraft genau solche Rahmenbedingungen: 5.000 bis 7.000 € Gehalt, Firmenwagen mit Tankkarte, unbefristeter Vertrag, 24/7 Erreichbarkeit und ein persönlicher Ansprechpartner. Das ist keine Extraschleife. Das ist professionell organisierte Zeitarbeit für einen Beruf, in dem Fehler bei Patientendaten schnell teuer, belastend und peinlich werden.


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