Absaugen bei Tracheostoma professionell und sicher durchführen

Als erfahrene Pflegefachkraft weißt Du: Das Absaugen bei einem Tracheostoma ist keine Routineaufgabe, sondern eine hochsensible und absolut entscheidende Maßnahme. Hier geht es darum, die Atemwege freizuhalten, die Sauerstoffversorgung zu sichern und damit die Lebensqualität Deiner Patientinnen und Patienten unmittelbar zu beeinflussen. Das erfordert Präzision, Einfühlungsvermögen und vor allem fundiertes medizinisches Wissen.

Warum die richtige Absaugtechnik Leben rettet

Eine Krankenschwester kümmert sich um einen älteren Patienten mit Tracheostoma im Krankenhausbett, der Absaugtechnik benötigt.

Man kann es nicht oft genug betonen: Das Absaugen bei einem Tracheostoma ist so viel mehr als eine simple Pflegetätigkeit. Es ist eine Intervention, die über Wohlbefinden und Sicherheit entscheidet. Jede Entscheidung, die Du triffst – ob und wie Du absaugst – basiert auf Deiner professionellen Einschätzung der klinischen Situation. Es ist Deine Aufgabe, durch präzise Beobachtung und fachliches Know-how den optimalen Zeitpunkt und die richtige Technik zu wählen.

Die hohe Zahl an Tracheotomien in Deutschland macht deutlich, wie wichtig diese Fähigkeit ist. Allein 2015 wurden in deutschen Kliniken rund 55.000 Tracheotomien durchgeführt. All diese Menschen sind auf eine kompetente Versorgung angewiesen, bei der das fachgerechte Absaugen eine zentrale Rolle spielt.

Klare Indikationen: Wann musst Du handeln?

Deine Aufgabe ist es, die Signale Deines Patienten oder Deiner Patientin richtig zu deuten. Abgesaugt wird nicht nach einem festen Zeitplan, sondern immer dann, wenn es nötig ist. Eindeutige Anzeichen, die ein sofortiges Handeln erfordern, sind:

  • Hör- und sichtbare Sekretansammlungen in der Trachealkanüle oder den Atemwegen. Manchmal reicht schon ein Blick.
  • Auskultatorische Rasselgeräusche über der Lunge. Das Stethoskop lügt nicht, wenn es um festsitzenden Schleim geht.
  • Eine abfallende Sauerstoffsättigung (SpO2). Das ist ein klares Warnsignal für eine beginnende Hypoxie.
  • Ein erhöhter Beatmungsdruck bei beatmeten Personen, der einen Widerstand im System signalisiert.
  • Subjektive Atemnot oder sichtbare Anzeichen wie Tachypnoe und Unruhe.

Deine Fähigkeit, diese Symptome frühzeitig zu erkennen und richtig zu interpretieren, verhindert ernsthafte Komplikationen und sichert die Atmung. Genau diese klinische Expertise macht den Unterschied.

Wann Du auf eine Absaugung verzichten solltest

Genauso wichtig wie zu wissen, wann man absaugt, ist es zu wissen, wann man es nicht tun sollte. Jede Absaugung ist ein invasiver Eingriff, der die empfindliche Schleimhaut der Trachea reizen kann. Ein routinemäßiges Absaugen ohne klare Indikation ist ein absolutes No-Go. Das kann unnötige Reizungen, Blutungen oder sogar bronchiale Spasmen provozieren.

Dein professionelles Urteilsvermögen ist hier alles. Du schätzt die Situation individuell ein und handelst immer zum Wohl der Dir anvertrauten Person. Diese hohe Verantwortung und das dafür notwendige Fachwissen werden bei einem innovationsfreudigen Arbeitgeber wie Brekstar Medical besonders geschätzt. Hier versteht man, dass exzellente Pflege eine außergewöhnliche Vergütung verdient, die weit über dem liegt, was andere Anbieter zahlen. Deine Expertise sichert nicht nur Leben, sondern wird auch finanziell honoriert. Informiere Dich auch über weitere wichtige Pflegemaßnahmen in unserem Beitrag zu Prophylaxen in der Pflege.

Die optimale Vorbereitung für eine sichere Absaugung

Jede erfolgreiche Absaugung bei einem Tracheostoma beginnt lange vor dem eigentlichen Eingriff – nämlich mit einer makellosen Vorbereitung. Sie ist der Schlüssel zu Sicherheit, Effizienz und Stressreduktion, sowohl für Dich als auch für die Person, die Du versorgst. Eine strukturierte, ruhige und professionelle Vorbereitung minimiert Risiken und schafft eine Atmosphäre des Vertrauens.

Dieser sorgfältige Ansatz ist genau das, was exzellente Pflege ausmacht. Bei Brekstar Medical wissen wir, dass Professionalität im Detail beginnt. Deshalb honorieren wir diese Kompetenz mit Gehältern, die den hohen Standard unserer Fachkräfte widerspiegeln. Eine examinierte Pflegefachkraft erhält hier im Durchschnitt 5.000 € im Monat; mit Mehrarbeit und Zuschlägen ist deutlich mehr möglich.

Dein Arbeitsplatz – alles perfekt organisiert

Bevor Du auch nur daran denkst, loszulegen, schaffst Du Dir ein sauberes und gut organisiertes Arbeitsumfeld. Das bedeutet: Alle benötigten Materialien liegen griffbereit auf einer frisch desinfizierten Fläche. Eine durchdachte Organisation verhindert Hektik im entscheidenden Moment und sorgt dafür, dass Du Dich voll und ganz auf den Vorgang konzentrieren kannst.

Stell sicher, dass wirklich alles parat liegt, bevor Du die Handschuhe anziehst. Es gibt kaum etwas Störenderes, als mitten im Absaugvorgang festzustellen, dass etwas Wichtiges fehlt. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete für einen sicheren Eingriff.

Die Material-Checkliste

Eine vollständige Ausrüstung ist Dein Fundament für einen reibungslosen Ablauf. Bevor es losgeht, solltest Du jedes Teil auf seine Funktionsfähigkeit und Sterilität überprüfen.

Die folgende Checkliste gibt einen klaren Überblick über alle Materialien, ihre spezifischen Merkmale und ihren Zweck, um einen reibungslosen und hygienischen Absaugvorgang zu gewährleisten.

Checkliste der benötigten Materialien zur Absaugung

Material Wichtige Merkmale Zweck
Absauggerät Funktionsfähig, Sogdruck korrekt eingestellt Erzeugt den notwendigen Unterdruck zur Sekretentfernung.
Sterile Absaugkatheter Richtige Größe (max. ½ des Kanülen-Innendurchmessers), intakte Verpackung Schonende und effektive Entfernung von Sekret aus der Trachea.
Sterile Handschuhe Passende Größe, unbeschädigt Gewährleisten eine aseptische Arbeitsweise und schützen vor Kontamination.
Mundschutz & Schutzbrille Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Schützen Dich vor potenziell infektiösen Aerosolen und Sekretspritzern.
Sterile Kochsalzlösung (NaCl 0,9%) Ggf. zum Anfeuchten des Katheters oder zur Spülung des Systems Erleichtert das Einführen des Katheters und reinigt den Absaugschlauch.
Händedesinfektionsmittel Wirksam und griffbereit Unerlässlich für die hygienische Vor- und Nachbereitung.
Beatmungsbeutel (Ambu-Beutel) Funktionsfähig und mit Sauerstoffquelle verbunden Notfallausrüstung zur Prä- und Reoxygenierung oder bei Komplikationen.
Pulsoximeter Angeschlossen und funktionstüchtig Kontinuierliche Überwachung der Sauerstoffsättigung während des Vorgangs.

Mit dieser vollständigen Liste bist Du auf alles vorbereitet und kannst souverän handeln, falls unvorhergesehene Situationen eintreten.

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Die Vorbereitung betrifft nicht nur das Material, sondern vor allem die Person, die Du versorgst. Sprich mit ihr und kläre sie über jeden Schritt auf. Eine klare und ruhige Kommunikation baut Ängste ab und fördert die Kooperation ungemein. Erkläre, was Du tust und warum Du es tust – das schafft Vertrauen.

Auch die richtige Lagerung ist entscheidend. Eine leicht erhöhte Oberkörperposition von etwa 30 Grad erleichtert die Atmung und kann den natürlichen Hustenreiz unterstützen, was wiederum die Mobilisation von Sekret fördert.

Eine gute Vorbereitung signalisiert Kompetenz und Souveränität. Sie zeigt Deinem Gegenüber, dass er oder sie in sicheren Händen ist – ein unbezahlbarer Faktor für eine vertrauensvolle Pflegebeziehung.

Den Sogdruck korrekt einstellen

Ein häufig unterschätzter, aber absolut kritischer Punkt ist der Sogdruck. Ist er zu hoch, riskierst Du Verletzungen der empfindlichen Trachealschleimhaut. Ist er zu niedrig, wird das Sekret nicht effektiv entfernt und die Prozedur muss unnötig wiederholt werden.

Als Richtwerte für den Sogdruck haben sich bewährt:

  • Erwachsene: 80–120 mmHg (ca. 10–16 kPa)
  • Kinder: 60–100 mmHg (ca. 8–13 kPa)
  • Säuglinge: 40–80 mmHg (ca. 5–10 kPa)

Überprüfe die Einstellung am Absauggerät vor jedem einzelnen Vorgang und passe sie bei Bedarf individuell an. Mit dieser Expertise stellst Du sicher, dass die Maßnahme so schonend und wirksam wie möglich ist. Dieses Fachwissen ist wertvoll und wird von Arbeitgebern wie Brekstar Medical durch gezielte Förderungen und moderne Arbeitsbedingungen unterstützt. Wenn Du Deine Kenntnisse in diesem Bereich vertiefen möchtest, findest Du wertvolle Informationen in unserem Artikel über die Weiterbildung in der Anästhesie- und Intensivpflege.

Die Absaugung praktisch und sicher durchführen

Nachdem alles optimal vorbereitet ist, kommen wir nun zum Herzstück Deiner Aufgabe: der praktischen Durchführung des Absaugens. Hier zählt jeder Handgriff. Es geht um Präzision, Einfühlungsvermögen und vor allem um die Sicherheit der Person, die Du versorgst. Deine Souveränität in diesem Moment macht den Unterschied für einen schonenden und erfolgreichen Ablauf.

Die folgende Infografik gibt Dir einen guten Überblick über den grundlegenden Arbeitsablauf, der jeder sicheren Absaugung bei einem Tracheostoma vorausgeht – von der Materialprüfung bis zur Handlungsbereitschaft.

Infografik zum Prozess der Absaugvorbereitung: Prüfen der Materialliste, Vorbereiten von Personal und Geräten, und Durchführung.

Wie Du siehst, ist die Vorbereitung die halbe Miete. Eine sorgfältige Prüfung aller Komponenten ist kein Kann, sondern ein Muss, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Der Katheter – sanft und ohne Sog einführen

Der erste entscheidende Schritt: das Einführen des sterilen Absaugkatheters. Das geschieht immer ohne Sog, um die empfindliche Schleimhaut der Trachea nicht zu verletzen. Blockiere das Finger-Tip-Ventil also noch nicht, sondern führe den Katheter sanft und zügig in die Trachealkanüle ein.

Stell Dir vor, Du führst eine Feder in ein Glasröhrchen. Jede ruckartige Bewegung oder unnötiger Druck könnte Schaden anrichten. Deine ruhige Hand und Dein Feingefühl sind hier gefragt.

Die richtige Tiefe und Technik bestimmen

Die korrekte Einführtiefe ist essenziell. Als Faustregel gilt: Führe den Katheter nur so tief ein, bis Du einen leichten Widerstand spürst oder die Person zu husten beginnt. Das ist das Signal, dass Du die Carina, also die Aufzweigung der Hauptbronchien, erreicht hast. Ziehe den Katheter dann etwa 1–2 cm zurück, bevor Du den eigentlichen Absaugvorgang startest.

Sobald Du in der richtigen Position bist, beginnst Du mit dem Absaugen. Verschließe das Finger-Tip-Ventil und ziehe den Katheter mit einer leichten, rotierenden Bewegung langsam zurück. Diese Drehbewegung sorgt dafür, dass das Sekret von allen Seiten der Trachealwand effektiv entfernt wird und der Sog sich nicht an einer Stelle festsaugt.

Zeitmanagement ist das A und O

Ein kritischer Faktor für die Sicherheit ist die Dauer. Jeder einzelne Saugvorgang entzieht den Atemwegen nicht nur Sekret, sondern eben auch Sauerstoff.

Ein Absaugvorgang sollte niemals länger als 10 bis maximal 15 Sekunden dauern.

Nach jedem Durchgang musst Du der Person unbedingt eine Pause gönnen. So kann sie sich erholen und wieder ausreichend Sauerstoff aufnehmen. Beobachte dabei genau die Sauerstoffsättigung am Pulsoximeter und achte auf die Atmung und das allgemeine Wohlbefinden. Pausen von 30 bis 60 Sekunden zwischen den Vorgängen sind meist ideal.

Individuell auf Reaktionen eingehen

Jeder Mensch reagiert anders. Ein starker Hustenreiz während des Einführens ist eine natürliche und sogar erwünschte Reaktion, da sie hilft, festsitzendes Sekret zu mobilisieren. In so einem Fall kannst Du den Katheter kurz an Ort und Stelle lassen, damit die Person das gelockerte Sekret abhusten kann, bevor Du mit dem Absaugen beginnst.

Andere reagieren vielleicht mit Unruhe oder zeigen Anzeichen von Sauerstoffmangel. Deine Aufgabe ist es, diese Signale sofort zu erkennen, den Vorgang anzupassen oder bei Bedarf abzubrechen und für eine ausreichende Oxygenierung zu sorgen.

Genau dieses hohe Maß an Fachkompetenz und Einfühlungsvermögen zeichnet eine exzellente Pflegefachkraft aus. Bei Brekstar Medical wissen wir, dass diese Fähigkeiten nicht selbstverständlich sind. Wir investieren gezielt in die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn wir sind überzeugt: Fachkräfte, die ihr Handwerk auf diesem Niveau beherrschen, verdienen besondere Anerkennung und eine Vergütung, die ihre Expertise widerspiegelt. Wenn Du Dein Wissen als Mentor weitergeben möchtest, könnte Dich unser Beitrag zur Praxisanleitung in der Pflege interessieren.

Komplikationen frühzeitig erkennen und richtig handeln

Selbst mit der besten Vorbereitung und einer absolut routinierten Durchführung kann es beim Absaugen am Tracheostoma zu brenzligen Situationen kommen. Genau in diesen Momenten zählt Deine Fähigkeit, Warnsignale sofort zu erkennen und souverän zu reagieren. Das ist der schmale Grat zwischen einer kleinen Unregelmäßigkeit und einer ernsten Komplikation.

Krankenschwester überwacht einen Patienten im Krankenhausbett und medizinische Geräte mit der Aufschrift 'KOMPLIKATIONEN ERKENNEN'.

Hier machen wir Dich fit für die häufigsten Zwischenfälle: Was tust Du bei einer Hypoxie, einer Bradykardie oder wenn es zu Schleimhautblutungen kommt? Du lernst, die Zeichen sicher zu deuten und welche Sofortmaßnahmen dann sitzen müssen.

Dieses Wissen gibt Dir die Sicherheit, auch in stressigen Momenten einen kühlen Kopf zu bewahren. Bei Brekstar Medical schätzen wir genau diese Fachkräfte – die, die nicht nur die Routine beherrschen, sondern auch in kritischen Lagen die Kontrolle behalten. Diese Kompetenz honorieren wir mit Gehältern, die deutlich über dem liegen, was Du bei anderen Anbietern gewohnt bist.

Hypoxie und Bradykardie als häufigste Risiken

Eine der gefürchtetsten Komplikationen beim Absaugen ist die Hypoxie – ein plötzlicher Abfall der Sauerstoffsättigung. Logisch, denn jeder Saugvorgang entfernt nicht nur zähes Sekret, sondern eben auch wertvolle, sauerstoffreiche Luft aus der Lunge. Saugst Du zu lange oder zu oft hintereinander, kann der SpO2-Wert gefährlich schnell absacken.

Dieser akute Sauerstoffmangel kann wiederum eine Bradykardie, also einen Abfall der Herzfrequenz, nach sich ziehen. Das ist eine Schutzreaktion des Körpers, die Du aber absolut ernst nehmen musst.

Deine Sofortmaßnahmen bei Hypoxie oder Bradykardie:

  • Sofortiger Abbruch: Beende den Saugvorgang ohne Zögern und ziehe den Katheter behutsam aus der Trachealkanüle zurück.
  • Sauerstoff geben: Wenn ärztlich angeordnet, erhöhe die Sauerstoffzufuhr oder beatme manuell mit einem Beatmungsbeutel (Ambu-Beutel) und 100 % Sauerstoff.
  • Vitalwerte im Blick behalten: Beobachte das Pulsoximeter und den Monitor ganz genau. Die Werte sollten sich innerhalb kurzer Zeit wieder normalisieren.

Behalte die Uhr immer im Blick: Die goldene Regel, nicht länger als 10 bis 15 Sekunden pro Vorgang abzusaugen, ist Dein wichtigstes Schutzschild gegen Hypoxie. Gönne dem Patienten zwischen den Durchgängen immer eine ausreichende Pause, damit sich die Lunge erholen kann.

Schleimhautverletzungen und Blutungen

Die Schleimhaut der Luftröhre ist extrem empfindlich. Ein zu stark eingestellter Sog, ein zu dicker Katheter oder eine ruppige Technik können blitzschnell zu winzigen Verletzungen und Blutungen führen. Etwas Blut im abgesaugten Sekret ist erstmal kein Grund zur Panik, aber es ist ein klares Warnsignal für Dich.

Wenn Du Blut bemerkst, hinterfrage sofort Deine Technik. Oft genügt es schon, den Sogdruck zu reduzieren oder den Katheter noch sanfter einzuführen.

Bei stärkeren Blutungen ist schnelles Handeln gefragt. Hier ist Deine Kompetenzgrenze erreicht – informiere umgehend den zuständigen Arzt. Eine professionelle Einschätzung ist jetzt unerlässlich, um Schlimmeres zu verhindern.

Umgang mit Vagusreiz und Bronchospasmus

Ein weiteres Risiko ist die Auslösung eines starken Vagusreizes. Schon das Einführen des Katheters kann den Nervus vagus reizen, was zu einem abrupten Abfall von Herzfrequenz und Blutdruck führen kann. Während Husten eine normale und sogar erwünschte Reaktion ist, stellt ein Bronchospasmus – also eine plötzliche Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur – eine ernste Komplikation dar.

Achte auf diese Anzeichen für einen Bronchospasmus:

  • Plötzlich einsetzende Atemnot
  • Ein pfeifendes Atemgeräusch (Giemen)
  • Ein stark erhöhter Beatmungsdruck bei beatmeten Patienten

Bemerkt Du diese Anzeichen, brich den Vorgang sofort ab. Ist ein bronchienerweiterndes Medikament verordnet, verabreiche es umgehend. Der Schlüssel zur Früherkennung ist die lückenlose Überwachung der Vitalparameter. Ein fundiertes Wissen, wie es auch die Expertenstandards der Pflege fordern, ist hier die Basis für Dein sicheres Handeln.

Die Bedeutung spezialisierter Pflege

Gerade in der außerklinischen Versorgung ist eine hohe Fachkompetenz entscheidend, um solche Komplikationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Eine Studie hat gezeigt, dass bei 50 Prozent der außerklinisch beatmeten Kinder innerhalb der ersten drei Monate nach der Tracheostomaanlage eine ungeplante Wiederaufnahme ins Krankenhaus nötig wurde. Das unterstreicht, wie überlebenswichtig eine spezialisierte und hochqualifizierte Pflege ist.

Bei Brekstar Medical legen wir deshalb größten Wert auf exzellent ausgebildete Fachkräfte. Wir wissen, dass Dein Wissen und Deine Erfahrung Leben retten. Aus diesem Grund bieten wir Dir nicht nur top Arbeitsbedingungen, familienfreundliche Arbeitszeiten und ständige Fortbildungen, sondern auch eine Vergütung, die Deine Expertise wirklich würdigt. Fachkräfte mit Zusatzqualifikationen oder langjähriger Erfahrung können bei uns bis zu 10.000 € pro Monat verdienen. Dieser Spitzenverdienst umfasst Schicht-, Wochenend- und Sonderzulagen – eine echte Anerkennung für die enorme Verantwortung, die Du jeden Tag trägst.

Professionelle Nachsorge und Dokumentation

Ist das Absaugen bei einem Tracheostoma geschafft, beginnt ein mindestens genauso wichtiger Teil Deiner Arbeit: die Nachsorge und eine wirklich lückenlose Dokumentation. Das sind nicht nur Formalitäten, sondern das Fundament guter Pflege. Damit sicherst Du nicht nur den Behandlungserfolg, sondern schützt auch Dich und die Person, die Du versorgst, rechtlich ab.

Eine gute Nachsorge ist viel mehr als nur das Aufräumen. Sie ist eine schnelle, aber gezielte Neubewertung der Situation. Hat sich die Atmung spürbar verbessert? Sind die Atemgeräusche jetzt freier? Und was machen die Vitalparameter, allen voran die Sauerstoffsättigung? Deine Beobachtungen direkt nach dem Eingriff verraten Dir sofort, ob Deine Maßnahme den gewünschten Effekt hatte.

Beurteilung des Zustands und des Sekrets

Im Zentrum steht jetzt die Überwachung. Bleib nach dem Absaugen noch einen Moment bei der Person und schau genau hin, wie sie reagiert.

Achte vor allem auf diese Punkte:

  • Atmung: Ist sie ruhiger und tiefer? Hat sich eine vielleicht erhöhte Atemfrequenz wieder normalisiert?
  • Sauerstoffsättigung: Wirf einen Blick auf den SpO2-Wert. Er sollte sich stabilisieren oder, im besten Fall, sogar leicht ansteigen.
  • Hautfarbe und Wohlbefinden: Gibt es Anzeichen für Stress wie Blässe oder eine bläuliche Verfärbung (Zyanose)? Wirkt die Person sichtlich entspannter als vor dem Absaugen?

Ein oft unterschätzter, aber extrem wichtiger Teil ist die genaue Begutachtung des Sekrets. Es liefert Dir wertvolle diagnostische Hinweise, die Du auf keinen Fall übersehen solltest.

Das Sekret ist wie ein Fenster zur Lunge. Seine Beschaffenheit kann Dir frühzeitig verraten, ob sich eine Infektion anbahnt oder ob die Flüssigkeitszufuhr angepasst werden muss.

Beurteile das Sekret nach folgenden Kriterien:

  • Menge: War es auffällig viel oder nur wenig Sekret? Eine plötzliche Zunahme kann auf einen Infekt hindeuten.
  • Farbe: Klares oder weißliches Sekret ist meistens unauffällig. Wird es gelblich oder grünlich, steckt oft ein bakterieller Infekt dahinter. Rötliche oder bräunliche Spuren deuten auf Blutbeimengungen hin.
  • Konsistenz: Ist das Sekret flüssig, zähflüssig oder sogar bröckelig? Extrem zähes Sekret ist oft ein klares Zeichen für Dehydration.

Diese genaue Beobachtungsgabe ist ein echtes Zeichen von Professionalität – ein Standard, der bei Arbeitgebern wie Brekstar Medical nicht nur erwartet, sondern durch moderne Ausstattung und Fortbildungsmöglichkeiten auch aktiv gefördert und entsprechend honoriert wird.

Die lückenlose Pflegedokumentation

Ein alter, aber wahrer Satz in der Pflege lautet: Was nicht dokumentiert ist, ist nicht passiert. Eine präzise und nachvollziehbare Dokumentation ist Deine rechtliche Absicherung und das A und O für die Kommunikation im Team. Nur so wissen alle Beteiligten, was wann und warum gemacht wurde.

In Deine Doku zum Absaugen gehören immer diese Punkte:

  • Datum und Uhrzeit des Vorgangs.
  • Grund für die Absaugung (z. B. hörbare Rasselgeräusche, Abfall der SpO2).
  • Menge, Farbe und Konsistenz des Sekrets.
  • Zustand der Person vor und nach der Maßnahme (Vitalwerte, Atmung, Befinden).
  • Besonderheiten oder Komplikationen (z. B. starker Hustenreiz, Blutspuren, Bradykardie).
  • Dein Handzeichen oder Kürzel.

Eine saubere Dokumentation ist ein Qualitätsmerkmal Deiner Arbeit. In unserem weiterführenden Artikel haben wir Dir ein paar nützliche Beispiele für die Formulierung von Pflegeberichten zusammengestellt, die Dir im Alltag helfen können.

Die wirtschaftliche Dimension professioneller Pflege

Dass exzellent ausgebildete Fachkräfte gebraucht werden, zeigen auch die Zahlen. Die Versorgung von invasiv beatmeten Menschen mit Tracheostoma ist ein enormer Kostenfaktor im deutschen Gesundheitssystem. Aktuelle Schätzungen gehen von 16.000 bis 27.000 Betroffenen in Deutschland aus. Bei rund 20.000 beatmeten Patientinnen und Patienten entstehen dadurch jährliche Kosten von circa 4 Milliarden Euro.

Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig gut geschultes Personal ist. Wer durch professionelle Techniken und eine optimale Versorgung Komplikationen vermeidet, hilft dabei, teure und belastende Krankenhausaufenthalte zu reduzieren. Mehr zu diesen Zusammenhängen kannst Du in dieser Analyse nachlesen.

Bei Brekstar Medical kennen wir diesen Zusammenhang ganz genau. Wir wissen, dass Deine Expertise nicht nur die Lebensqualität verbessert, sondern auch das Gesundheitssystem entlastet. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, ein Umfeld zu schaffen, in dem Deine Professionalität die Anerkennung und Vergütung bekommt, die sie verdient.

Häufig gestellte Fragen zur Pflege eines Tracheostomas

Im Pflegealltag tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf, wenn es um das Absaugen bei einem Tracheostoma geht. Um Dir hier noch mehr Sicherheit für Deine tägliche Arbeit zu geben, beantworten wir die häufigsten davon – ganz praxisnah und direkt auf den Punkt.

Wie oft sollte ich absaugen?

Eine der goldenen Regeln zuerst: Das Absaugen erfolgt nie nach einem starren Zeitplan, sondern immer nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Routinemäßiges Absaugen ohne klaren Grund reizt die Schleimhäute nur unnötig und schadet mehr, als es nützt.

Verlass Dich auf Deine professionelle Beobachtung. Eindeutige Zeichen sind sichtbares Sekret in der Kanüle, hörbare Rasselgeräusche beim Atmen, eine abfallende Sauerstoffsättigung oder wenn der Patient selbst über Atemnot klagt. Deine Einschätzung als Fachkraft ist hier entscheidend.

Muss ich vor dem Absaugen immer Sauerstoff geben?

Die sogenannte Präoxygenierung, also die kurzzeitige Gabe von 100 % Sauerstoff vor dem Absaugen, ist ein vieldiskutiertes Thema. Gerade bei kritisch kranken oder instabilen Patienten kann sie das Risiko einer Hypoxie während des Eingriffs deutlich reduzieren.

Ob eine Präoxygenierung aber wirklich notwendig ist, hängt stark vom Zustand des Patienten ab und sollte immer ärztlich angeordnet sein. Bei stabilen Personen, bei denen der Absaugvorgang nur wenige Sekunden dauert, ist sie oft nicht zwingend erforderlich.

Was mache ich, wenn sich der Katheter nicht einführen lässt?

Solltest Du beim Einführen des Katheters auf einen Widerstand stoßen, ist oberste Vorsicht geboten. Wende niemals Gewalt an! Zieh den Katheter sofort ein paar Zentimeter zurück und versuche es mit einer leichten Drehbewegung erneut.

Mögliche Gründe für einen Widerstand gibt es einige:

  • Ein zäher Schleimpfropf blockiert den Weg.
  • Die Kanüle sitzt nicht ganz optimal in der Luftröhre.
  • Die Katheterspitze stößt an die Trachealwand oder die Carina (die Aufgabelung der Luftröhre).

Wenn der Widerstand bleibt, brich den Versuch ab. Manchmal reicht schon eine leichte Veränderung der Kopf- oder Oberkörperposition. Im Zweifel muss die Ursache ärztlich geklärt werden.

Deine Aufgabe ist es nicht, Widerstände zu überwinden. Sieh sie als wichtiges Signal und finde die Ursache. Sicherheit geht immer vor.

Kann man mit einem Tracheostoma normal essen und trinken?

Grundsätzlich ja, aber es kommt auf die Details an. Liegen keine Schluckstörungen vor und wird eine ungeblockte Kanüle getragen, ist eine normale Ernährung über den Mund meist kein Problem. Anders sieht die Situation bei einer geblockten Kanüle aus, wie sie bei Beatmung oder Aspirationsgefahr zum Einsatz kommt.

Der aufgeblasene Cuff kann den Schluckakt stören, da er von außen auf die Speiseröhre drückt. In solchen Fällen ist eine logopädische Abklärung unverzichtbar, um das Risiko einer Aspiration zu bewerten und eine sichere Nahrungsaufnahme zu ermöglichen.

Genau diese Fähigkeit, komplexe Situationen zu beurteilen und professionell zu handeln, zeichnet eine exzellente Pflegefachkraft aus. Bei Brekstar Medical wissen wir, was diese Expertise wert ist. Während andere Pflegeanbieter nach Tarif zahlen, honorieren wir Dein Fachwissen und Deine Verantwortung mit einem Gehalt, das Deiner Qualifikation entspricht. Als examinierte Pflegefachkraft verdienst Du bei uns im Durchschnitt 5.000 € pro Monat – durch Zuschläge und Mehrarbeit ist auch deutlich mehr drin. Ein Wechsel zu Brekstar lohnt sich also.


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